Neues im Hause digiom:
Das Audimax der Uni Wien ist besetzt und alle schauen zu - unter dieser URL: ustream.tv/channel/unsereuni.
Heute wurde die Solidaritätserklärung des Instituts TFM der Uni Wien veröffentlicht:
Solidaritätserklärung des TFM der Universität Wien
Das Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien unterstützt die studentische Protestbewegung:
1. Wir unterstützen die Studierenden in ihrem Protest gegen die unzumutbaren Studienbedingungen und in ihrer Forderung nach einer spürbaren Erhöhung des Budgets für die österreichischen Universitäten: Verdoppelung!
2. Wir wollen die Lehrveranstaltungen und Hörsäle für die Diskussion der Forderungen der Protestbewegung nutzen und die Universität als Ort neuer Formen von Wissensproduktion öffnen.
Monika Meister (Vorstand)
Klemens Gruber, Elisabeth Büttner (stv. Vorstände)
Von Studierenden und Lehrenden des Instituts ging gestern auch die Besetzung des Minoritenstüberl (a.k.a Mensa des Wissenschaftsministerums) sowie die Besetzung des Gangs vor Minister Hahns Büro aus. Damit war die Aktion ein Highlight des Tages – unten die Beschreibungen im Standard sowie Twitpics, die ich währenddessen gepostet habe.
Auszug aus: Studenten auf Besuch im Ministerium
UPDATE 13.15: Wien – Die Studierenden (vor allem aus der Studienrichtung Theater-, Film- und Medienwissenschaften) haben das Ministerium freiwillig wieder verlassen. Minister Hahn war nicht anwesend, sie haben stattdessen eine Stunde lang mit einem Ministerialbeamten diskutiert. [...]
UPDATE 13.00: Wien – Ungefähr 70 Studierende sollen derzeit im Ministerium sein. Wie sie hineingelangt sind, ist den Beamten ein Rätsel.
UPDATE 12.50: Wien – Einige Studierende haben es geschafft, ins Wissenschafstministerium zu gelangen. Die Polizei wurde gerufen. [...]
UPDATE 12.20: Promi-Koch Andreas Wojta – auch bekannt aus der ORF-Sendung „Frisch gekocht“ – hat nichts gegen die Proteste in seinem Lokal einzuwenden: „Ich finde die Aktion toll. Wenn man Anliegen hat, soll man auch dafür eintreten.“ Allerdings glaubt er, dass die Proteste anderswo mehr Aufmerksamkeit erregen würden. Die Studenten haben übrigens nicht vor sich dauerhaft hier niederzulassen.
UPDATE 12.05: Das „Minoritenstüberl“ – quasi die „Mensa“ des Wissenschaftsministerium – wurde soeben besetzt. Die Studierenden haben Transparente aufgehängt und trinken Kaffee.
Auszug aus „Streik? Das ist mein Geburtstag“
Insgesamt ist der Bildungsaktionstag nur sehr schleppend in Gang gekommen. Zur Schülerdemo um 9 Uhr fanden sich nur 60 Demonstranten vor dem Bildungsministerium.
Eines der Highlights des Tages: Am Minoritenplatz herrschte zu Mittag helle Aufregung, als sich plötzlich eine Gruppe von siebzig Studenten und Lehrenden am Boden vor dem Büro von Minister Johannes Hahn niederlässt und den Weg versperrt. Niemand weiß, woher sie gekommen sind.
Vor einer halben Stunde saßen die Studenten der Theater-, Film- und Medienwissenschaften noch gemütlich im „Minoritenstüberl“ und besetzten dort alle Tische.
Als Draufgabe wollten sie Hahn spontan einen Besuch abstatten, dieser war allerdings ausgeflogen. In der Diskussion mit seinem Büroleiter Elmar Pichl kommen sie zu einem überraschenden Ergebnis. „Er hat uns einen persönlichen Gesprächstermin mit Hahn versprochen“ , berichtet Dominik Wurnig. „Stimmt nicht“ , heißt es aus dem Ministerium. Es wurde nur die bestehende Einladung zum „Hochschuldialog“ am 25. November bekräftigt. Von einem Exklusivtermin sei nie die Rede gewesen, betont Hahns Pressesprecherin.
Nächste Woche geht es übrigens los, das Radiokolleg zum Thema Bloggern, Twittern Podcasten. Von Montag bis Donnerstag wird es vormittags eher ums Bloggen gehen, einen fulminanten Abschluss gibt es am Donnerstag, den 12.11. am Abend mit einem Radiokolleg zum Mitreden. Max Kossatz ist auch da, und Armin Wolf und sowie mein Kollega Ramon Reichert. Please come and represent!
Ausgedacht und gestaltet hat es sich die famose Beate Firlinger, und nur ihr vergeben wir das suggestive „Ich-Format“ und den Titel „Ich blogge, also bin ich“. Andererseits: Ohne diesen Aufmacher wären wir uns eh alle einig. Oder? Bis dahin, on Air oder noch lieber vor Ort.
Zum Programm:
Radiokolleg zum Mitreden: Ich blogge. Twittern, Podcasten und vieles mehr
Donnerstag, 12. November 2009, 18:30 Uhr, ORF KulturCafe, Eintritt: frei
Der Livestream aus dem RadioKulturhaus ist am 12. November 2009 ab 18:30 Uhr aktiv. (Diesen ruft man am besten über diese Seite auf).
Beate Firlinger, die Gestalterin des Radiokollegs „Ich blogge, also bin ich“ (9.11. bis 12.11., 9:30 Uhr, WH ca. 22:40 Uhr, Ö1) und ihre Interviewpartner/ innen laden zur Diskussion über Freud und Leid des Ich-Formats ein.
Jana Herwig, Medienwissenschaftlerin, Bloggerin (von diesem Blog hier), Universität Wien
Max Kossatz, Markt- und Meinungsforscher im Internet, Blogger, Wien
Ramón Reichert, Kultur- und Medientheoretiker, Kunstuniversität Linz
Armin Wolf, Moderator ORF ZiB 2, Twitterer, Wien
Das Motto lautet „Diskurs im Viertelstundentakt“. Nach einem Input der Expert/innen kommen jeweils die Zuhörer/innen zu Wort.
Millionen Menschen weltweit tun es: sie bloggen, twittern, podcasten. Sie breiten sich und ihr Leben online vor anderen aus. Sie schreiben, meist aus der Ich-Perspektive, über Privates oder Politisches, Witziges oder Weltbewegendes. Doch was motiviert so viele, ihre Gedanken und Gefühle öffentlich zu posten? Was macht den Reiz des Publizierens im Ich-Format aus? Geht es in den sozialen Netzen vor allem um Selbstinszenierung oder um engagierten Bürgerjournalismus? Wie gestaltet sich das Verhältnis zwischen Medienprofis und AmateurInnen im Web? Das Radiokolleg zum Mitreden erkundet die Befindlichkeiten in der Blogosphäre.
Die Radiosendungen dazu:
Radiokolleg – Ich blogge, also bin ich. Freud und Leid des Ich-Formats.
Teil 1, Montag, 9. November 2009 09:30 Uhr
Teil 2, Dienstag, 10. November 2009 09:30 Uhr
Yipyip yipyipyip. Why Yip Yip Day? It doesn’t take long to figure out – just watch the video below and get into the groove of things. Yipyip. You can never have too much yip yip in your life. Yipyipyipyip yipyip yipyip yip! (Hashtag for this year is #yyd09 )
Yip Yip Day – inspired by Yip Yip and first launched by @nic_ko and @digiom. From now on, the 2nd of November is going to be Yip Yip Day! Yipyip!
Drei Themen beschäftigen mich heute:
1. Der Thomologe hat den ersten Streich von Audimax und Moritz in Reimform gegossen – hier ein kurzer Auszug, das PDF (2 Seiten, 350 KB) kann man hier herunter laden: Audimax und Moritz, erster Streich. Autor: der Thomologe.
Ach, was muss man oft von bösen
Studis hören oder lesen,
Die, bevor die Unis brannten,
Manche unpolitisch nannten;
Die für freie Bildungslehren
sich gegen die Dummheit wehren,
Diese offen kritisieren
Und es lautstark demonstrieren.
Ja, zur neuen Mündigkeit,
Ja, dazu ist man bereit!
2. Was mich am meisten beeindruckt am Studierendenprotest ist die Vielfalt der Zugangsweisen und Maßnahmen, die sich aus dem Plenum entwickeln (siehe dazu auch die auf dem Wiki aufgeführten Arbeitsgruppen), sowie insbesondere die vielen Ansätze, um ‘denen da draußen’ die Angst zu nehmen, den Gräben zwischen ‘uns’ und ‘denen (da drin)’ vorzubeugen und an vielen Punkten Anschlussfähigkeit zu ermöglichen. Eine dieser Maßnahmen ist die Führung durch den Protest – hier eine mir per Email zugesandte Beschreibung durch einen Astronomiestudenten aus der „Die offene Tür AG“.
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin Astronomiestudent und beteilige mich an den aktuellen Bildungsprotesten. Aktuell bin ich Teil einer Arbeitsgruppe, die Führungen durch die Protestbewegung veranstaltet. Ziel dieser Gruppierung ist es unbeteiligten und interessierten Menschen den Abbau von Vorurteilen gegenüber den Protesten zu fördern und so objektiv wie nur möglich zu zeigen, welche Art von Arbeit von uns geleistet wird. Wir sind der Meinung, dass damit eine wohlüberlegtere Grundlage für die eigene Meinungsfindung über die Proteste geboten werden kann.
Unsere Bewegung ist eine demokratische Bewegung, die sich keinerlei Gruppierungen oder Gesellschaftsschichten verschliesst. Alle Menschen sind herzlich eingeladen zu uns zu kommen, sich an Diskussionen zu beteiligen (nicht nur im Audimax, sondern auch in kleinen Interessengruppierungen). Es ist uns ein sehr grosses Anliegen, Heterogenität in den Debatten und Diskussionsgruppen einzubringen.
Was als Studentenprotest anfing, soll und muss sich nicht nur auf die Anliegen der Studenten beschränken. Bildung an sich ist unser Anliegen und dazu gehört selbstverständlich eine zufriedene Service- und Lehrkörperschaft. Wir wären daher sehr froh wenn engagierte Mitglieder der Service- und Lehrkörperschaft zu uns kommen könnten um sich im Rahmen einer Führung ein besseres Bild von den Protesten zu machen.
Ich lade Sie daher herzlich auf eine Führung am Freitag um 17:30 ein. Treffpunkt: Arkadenhof der Uni Wien. Sondertermine für Gruppen werden auf Anfrage per E-Mail (unibrennt@gmail.com) entgegengenommen .
In freudiger Erwartungshaltung,
Die offene Tür AG.
3. Mit großem Entsetzen habe ich gestern im Livestream vernommen, dass wieder vorgeschlagen wird, eben jenen Livestream abzudrehen. Eine lähmende Situation: zuzuhören, wie debattiert wird, einem die externe Anteilnahme am Protest zu verweigern, während man eben gerade Anteil nimmt. Ich weiß, dass das Anliegen dieses Vorschlags nicht der Aussschluss jener ist, die über Tage gebannt den Livestream verfolgt haben, sondern dies nur der dramatische Nebeneffekt des Wunsches nach Schutz vor den möglicherweise vorhandenen, polizeilichen ZuschauerInnen ist.
Wie Tom Schaffer halte ich das für eine Angstreaktion. Kein Wunder: Wir leben in einer Zeit der Einschüchterung. An allen Orten Begehrlichkeit nach Daten und überall wird uns suggeriert, dass jede unbedachte Äußerung gegen uns verwendet werden kann. Job weg wegen Partybild, Millionenklage wegen runtergeladener Musik, permanente Überwachung wird uns als Schutz verkauft, für den wir die Einschränkung unserer Bewegungsfreiheit immer mehr bereit sind in Kauf zu nehmen. Wie haben es die Big Brother Awards in diesem Jahr formuliert? „Überwachung mag man eben!“
Es bedeutet die vorgeschlagene Reaktion – „Livestream abschalten“ – aber keinen Schutz vor dem Zugriff Daten sammelnder Beobachter, vielmehr lenkt man deren Aufmerksamkeit vom eh verfügbaren Livestream (für den diese sicher dankbar sind) auf die Notwendigkeit, dann eben andere Maßnahmen zu entwickeln. Ein tiefer Schnitt ins eigene Fleisch: Wird der Livestream abgeschaltet, dann werden auch jene Tausende (und wir wissen dass es WIRKLICH Tausende sind) abgeschnitten, die ihn bislang nutzten, um dran zu bleiben am Gefühl für einen Aufstand. Dann errichtet sich der Protest seinen eigenen Elfenbeinturm – es verlieren die Überwacher, zwar den einfachen Zugang auf das Datenmaterial, aber der Protest sägt auch willentlich die Brücken zu jener vielfach größeren Zahl an ZuschauerInnen ab, die persönliches Interesse am Protest haben, die sich vielfach auch schon haben anstecken lassen von der Energie vor Ort, die sich eben – wie das die AG Offene Tür ja auch erreichen will – selbst ein Bild machen wollen. Jürgen Koprax hat etliche Reaktionen von außen dokumentiert – bitte mal anschauen.
Vor allem aber: Ich mache mir ernsthaft Sorgen, dass die Unterstützung von außen abreißt, sobald der Livestream weg ist – das was dort passiert, kann durch keine Berichterstattung in den unternehmerischen Medien ersetzt werden. Wenn die Redaktionen der etablierten TV-Nachrichten sich nur für zwei Tage entschließen, mal gar nichts über die Proteste zu berichten, werden die Proteste fast schon wieder vergessen sein. Statt als Überwachung derer vor Ort schlage ich vor, den Livestream als Mitterl zur Unterwachung bzw. Sousveillance zu betrachten. Wie wahrscheinlich ist eine Räumung vor laufenden Kameras? Wie könnte man die zuschauenden Überwacher adressieren (und den Blick dann vielleicht doch immer wieder mal in die Kamera richten, gerne auch maskiert), um sie zur Reflexion ihrer Tätigkeit zu bringen?
Je nun: Niemand soll gezwungen werden, vor die Kamera zu treten. Ein Kompromiss wäre: Man erhebe, wieviel Personen es ein Anliegen ist, nicht im Livestream übertragen zu werden. Man designiere einen Bereich im Raum, den die Kamera NICHT erfasst und reserviere ihn für eben diese Personen. Bei einzelnen Redebeiträgen stelle man das Mikrofon auf stumm, wenn dies von den RednerInnen erwünscht wird. Und habt keine Angst vor der Unfertigkeit der Gedanken, vor der Übertragung von vermeintlicher Unorganisiertheit – gerade die permanente Reorganisation, die Lebendigkeit und Energie des Übertragenen ist es, welche die Unwiderstehlichkeit des Protestes ausmacht.
EDIT: Hier noch eine Nachricht von Thomas Lohninger von tief in der Nacht – ich hoffe, das bleibt so, keine Ahnung, ob die Technikerentscheidung auch der Plenumsentscheidung entspricht, aber ich hoffe das sehr. Abschalten war schon einmal ein Thema, haltet euch bereit, falls es wieder hochkocht.
Der LiveStream von #unsereuni wird nicht abgeschalten! Techniker sind dagegen und Grund war Angst vor Maskierten zu Halloween.
Eine hübsche, kleine Illustration der kulturellen, kontextuellen und intertextuellen Bedingtheit von Bedeutung – in Kasachstan heißt Pop Idols „Super Star KZ.“ Ansonsten übt man sich in Kasachstan genauso wie anderswo bei der Exekutierung dieses Fernsehformats in der routinierten Umsetzung der Bloßstellung. Immerhin der letzte Beitrag widersetzt sich, finde ich. „Freestylor!“ Was meinen Sie?
Heute gegen (Sonntag-)Mittag habe ich den Rechner wieder eingeschaltet und die Livestreaming-URL der Unibesetzung – ustream.tv/channel/unsereuni – aufgerufen. Schon gestern konnte sich die Zahl der per Web Zusehenden mit um die vier- bis fünfhundert sehen lassen – als ich heute morgen reinschaute, lag sie bei um die neunhundertfünfzig. (Update: mehrfach wurde bereits die 2000er Marke überschritten, erstmals am Sonntag abend, 25.10.).
Dieser Protest organisiert sich anders, als die öffentlichen Meinungsführer das gewohnt sind. Da deren Maßstäbe die alten sind, ziehen sie auch inadäquate Schlussfolgerungen – im Kern steht für sie die Frage, ob das, was da passiert politisch ist, eine Frage, die maßgeblich beeinflusst, ob man sich den Forderungen stellen muss oder nicht.
Wie ein solcher Versuch, die Proteste aufgrund ihrer Organisationsform von vorneherein ins Lächerliche zu ziehen, aussehen kann, hat exemplarisch Michael Fleischhacker vorgeführt. Ausgehend von der Diskreditierung als „Mischung aus Flashmob-Party und Voodoo-Ideologie im Audimax der Uni Wien, die man als Internetnutzer in Echtzeit verfolgen konnte,“ lässt sich dann, da man diese Manifestationen sowieso nicht ernst nehmen will, auch schnell der Schluss plausibilisieren, dass die „Forderungen, die man aus dem Wust der basisdemokratischen Meinungsflut destillieren kann, an den wirklichen Problemen der österreichischen Universitäten meilenweit vorbei“ gehe.
Diese sich an einer vorgefertigten Annahme, wie das Politische aussehen soll, damit wir es erkennen, aufhängende Bewertung lässt sich bis in Positionen verfolgen, die den Anlass des Protests durchaus ernst nehmen wollen, etwa wenn Armin Wolf auf Twitter schreibt:
@rigardi so weit ich das verfolge: viel Party, recht wenig Politik. Frust über Situation auf Unis ist jedenfalls berechtigt.
Wir erinnern uns an Carol Hanischs zutreffende Feststellung, dass das Persönliche das Politische sei (Essay von 1969, siehe Anmerkung). Des weiteren betrachten wir, welche Punkte es sind, an denen die Kritik von Fleischhacker et al. zuerst ansetzt:
1. Das sind noch nur PARTYSANEN.
Wie objektivieren die Beobachtenden diese Beobachtung? In der Regel gar nicht. Wie gingen die Besetzer früherer Generationen vor? Ließen sie die Medien teilhaben an dem, was sich in den besetzten Gebäuden, in den Hauptquartieren des Widerstands abspielte? Nein. Sie inszenierten sich entweder in plakativen Einzelaktionen, oder die Berichterstattung stellte sie anhand von ausgewählten Einzelaktionen dar, die so plakativ wurden.
Heutzutage aber dreht sich das Innere des Protests nach außen: Handyfotos, Twitternachrichten, Facebookgruppen, mobile Berichterstattung und natürlich der Livestream aus dem Audimax – all das gibt die Möglichkeit, die BesetzerInnen auf Schritte und Tritt zu beobachten.
Auch dann, wenn in früheren Szenarien die Kameras längst verschwunden wären – etwa beim Entspannungsbier am Abend. Man möge bitte nicht so tun, als könnte der Mensch 24 Stunden am Tag in jeweils nur einer seiner oder ihrer vielfältigen Rollen agieren. Nebenbei können wir sicher sein, dass auch die idealisierte Revoluzzergeneration der 1968er nicht immer nüchtern blieb – das weiß auch jeder, doch diese Bilder waren nicht Teil der bevorzugten, radikalen Inszenierung (im Beispiel: die Kommune 1, zu finden auf dem Blog von Rainer Langhans):
Obendrein: Auch den berichtenden Medien selbst stand in früheren Zeiten nicht ein gleiches Volumen an Raum für die Berichterstattung zur Verfügung – mal eben eine schnelle Bildergalerie zum Thema „Audimax-Besetzer: Tanzen bis in die frühe Morgenstunde“ raus zu schießen war da nicht drin. Und die Gefahr der mangelnden Selbstreflexion sollte mitbedacht werden: Allzu gern glaubt man dem, was man selbst kreiert hat, etwa weil sich das Narrativ so schön schließt oder weil es eh in manchen Ecken gut ankommt – und schwierig ist es, die einmal gewählte Einfallsschneise wieder zu verlassen.
2. Die haben doch gar kein PROGRAMM!
Dieser zweite Punkt hängt mit dem ersten zusammen: Ist man von den allerersten Momenten bereits der Berichterstattung ausgesetzt (oder berichtet eben selbst ins Web), dann wird bewertet auf der Basis von etwas, das oft noch nicht mehr als ein Brainstorming ist. Voreilig werden Bewertungen und Verurteilungen vorgenommen – man kann sich jederzeit in den Twitterstream von #unibrennt hineinbegeben und findet dort abschließend Statements wie z.B. das Folgende von @astrodicticum:
@schaffertom Aber Studentenprotest, der nicht mehr ist als Demo und Besetzung ist sinnlos. #unibrennt #unsereuni #audimax http://is.gd/4AKIY
An diesem Protest ist anders, dass man nicht mit ausgearbeiteten Pamphleten angetreten ist, sondern dass das Programm, ausgehend von den ersten Forderungen erst, im Entstehen ist. Er ging nicht von einer abgezirkelten Studierendengruppe aus, sondern war von Anfang an breit angelegt. Es fehlt hier, wie Markus Zachbauer feststellte, der „übliche Auflauf verschiedenster politischer Splitter-Gruppierungen“, sondern es sind „tatsächlich viele ‘Normalos’, denen die Zustände an der Uni nicht gefallen“. Das Unbehagen in der gegenwärtigen Lage stand am Anfang. Die Protestierenden machen kein Geheimnis daraus, dass sie noch nicht wussten, wie es weitergeht – so ist als Hauptdiskussionspunkt des Plenums vom 23. Oktober, 12:30 Uhr zu lesen:
Diskussionsgrundlage: Was wurde mit der Besetzung begonnen? Wie soll sie weiter gehen? Was wollen wir erreichen?
Und eben dies ist das qualitative Neue, das Spannende an diesem Protest. Wie immer, wenn es um kollektives Agieren geht, greife ich zu meiner abgeschnudelten Taschenbuchausgabe von Pierre Lévys ‘Kollektiver Intelligenz’ (ein Buch, das mich anfänglich nicht beeindruckt hat, und in dem ich mit fortschreitender Zeit immer mehr Anregungen finde) und lese dort:
The economy [of collective intelligence] will center, as it does already, on that which can never be fully automated, on that which is irreducible: the production of the social bond, the relational. (S. 31). [...]
The group relies on political technologies of transcendence when it becomes too large for individuals to know one another by name or comprehend in real time what they are doing as a group. (S. 52) [...]
In a system organized around molecular politics, groups are no longer considered as sources of energy to be exploited for their labor but as collective intelligences that develop and redevelop their projects and resources, continuously refine their skillsand attempt to enhance their individual qualities indefinitely. Able to reorganize itself in real time, minimizing delays, deadlines, and friction, the molecular group evolves at room temperature, without sudden change. (S. 53)
Es ist unangebracht, die Proteste auf der Basis der bisher formulierten Forderungen vorzuverurteilen – es wird gearbeitet an den Forderungen, und selbst wenn diese verpuffen sollten, so wird das, was derzeit im Audimax der Uni Wien, in der Akademie der bildenden Künste, in der Vorklinik in Graz und anderen Orten (Turin, evtl. Innsbruck, evtl. München) passiert, nachhaltig sein:
Die Protestierenden arbeiten am ’social bond’, sägen an den Strukturen der Individualisierung, wo diese sie voneinander getrennt haben, lernen sich in Echtzeit zu ORGANISIEREN (was viel mehr ist, als das an Publika orientierte ‘in Echtzeit beobachten’, das Fleischhacker ausmachte). Was wir bei Flashmobs gelernt haben, was dort eingeübt wurde, manifestiert sich nun im Politischen.
Die Übertragungen Einzelner ins Web (und was davon in den unternehmerischen Medienformen hängen bleibt) mag in den Riegen der Fleischhackers rein voyeuristisch wahrgenommen werden – der Zweck der Übertragung ist jedoch ein anderer, den es wird denjenigen, die auch betroffen sind, die Möglichkeit gegeben, Gemeinsamkeiten zu entdecken, sich bei Bedarf und Interesse anzuchließen, und zwar über die Grenzen der erwähnten Splittergruppen und Gruppierungen hinaus.Wie gestern getwittert und retweetet wurde:
Meldung aus dem Plenum: Die Ideologie soll vor der Tür bleiben… #unibrennt #unsereuni #audimax
Diese Protestierenden sind keine Vollzeitrevoluzzer – und das ist die große Chance, denn nur so kann ein Protest in den Zeiten des Neoliberalismus dennoch auf eine breite Basis gestellt werden.
Diese neue soziale Qualität wird uns noch lange begleiten: Ich freue mich besonders auf die ersten, aus Seniorenresidenzen und Pflegeheimen organisierten Aktionen. Wider die Vereinzelung – für die Erforschung der Gemeinsamkeiten und die soziale Artikulation auf breiter Basis, auch in den Zeiten desNeoliberalismus (und paradoxerweise durch einige von dessen Technologien möglich werdend).
Bildquelle: „Erkennst du dich wieder?“ Zur Verfügung gestellte „Materialen“ auf freiebildung.at
Anmerkung:
Zusammenfassung von Hanischs Thesen durch Donna M. Bickford:
Carol Hanisch has a brief essay called „The Personal is Political“ in the Redstockings collection *Feminist Revolution* — her essay is dated March
1969 (204-205). The essay defends consciousness-raising against the charge that it is „therapy.“ Hanisch states „One of the first things we discover in these groups is that personal problems are political problems. There are no personal solutions at this time.
Ebenso manifestiert sich das Politische nicht in diskreten Einheiten und ist dann entweder da oder nicht – Bewussteinsbildung gehört bereits dazu. Eine normative Vorstellung des Politischen ist die höchste Stufe der Arroganz, trennt es doch die Handlungsoptionen derjenigen ab, die dieser Vorstellung (noch) nicht entsprechen (indem es sie z.B. ins Lächerliche zieht) und verstellt ihnen so erst recht den Weg in die Sphäre des Politischen.
…und jedesmal dankbar sein, dass die User-Generated Online-Videoplattformen diese Perlen für uns ausspucken. Heute: Pauvre Lola. Gibt es eigentlich einen Namen für dieses Format, das man beschreiben kann als Musikvideo avant la lettre bzw. „Szenische Inszenierung eines Chansons im Rahmen einer Fernsehsendung, exekutiert live to tape“?
Gestern habe ich mich auf Wunsch von Thomas Lohninger a.k.a. Socialhack (dessen Reaktion wiederum hier zu finden ist) gefragt: Was tun, wenn die #unibrennt? (Twitter scheint deswegen übrigens neuen Zulauf/Reaktivierung zu erfahren, siehe z.B. 1, 2, 3, 4). Im folgenden ein kleiner Überblick über die verschiedenen TV-Berichte bzw. Livestreams, die es gibt über das Geschehen im oder Live aus dem Audimax.
UPDATE: Jetzt (Sa. Abend, 18:50) wird live gestreamt aus dem besetzten AUDIMAX unter ustream.tv/channel/unsereuni
Podcast:
Thomas Lohninger hat in seinem Talking Anthropology Podcast auch eine Sondersendung zum Thema gemacht.
Livestreams:
Luca Hammer ist dabei, Videos findet man in seinem Channel (z.B. dieses, dieses, dieses, dieses oder dies hier).
Ebenso wird immer wieder aus dem Channel von Nacaseven gestreamt (einzelnes Videos z.B. hier, hier, hier oder hier).
Auch phs streamt über QIK – hier der Channel (und einzelne Videos, etwa dies, jenes – der Rauchhaus-Song zieht auch heute noch – oder dies hier).
Bitte auch die Berichte auf Chilli.cc beachten – Revolution an der Uni.
Auf YouTube ist schon etliches gelandet, etwa die Berichte von WienTV.org, die alle auch von deren Homepage aus verlinkt sind.
Mit der Suche „Audimax“ (jüngste Beiträge) findet man noch etliches mehr auf YouTube, auch sehr viel atmosphärisches Material wie dies hier:
Und schließlich: Ein Bericht in der ZIB2 vom 22. Oktober – es gabe weitere, u.a. in der ZIB24, diese habe ich bislang noch nicht gefunden.
Was bisher geschah: Am 22. Oktober begann die Besetzung des Audimax im Hauptgebäude der Uni Wien und wird zum aktuellen Zeitpunkt an dem dieses Blogpost veröffentlicht wurde (24. Oktober, 2 Uhr morgens) auch noch weiter fortgeführt. Unter den Hashtags #unibrennt und #unsereuni (die allein schon unterschiedliche Positionen abbilden) kann man das Livegeschehen auf Twitter verfolgen. Obendrein gibt es Streams aus dem Audimax, z.B. hier, auf Luca Hammers QIK-Account.
Gestern abend schrieb mir Thomas Lohninger auf Twitter:
@digiom ich vermisse irgendwie Tweets/Meinung von dir zu #unibrennt ist schließlich Top 5 Thema in Twittercharts und Uni relevant.
Gut beobachtet – ich beobachte derzeit. Festzuhalten gilt: Die #unibrennt ja nicht, weil das Audimax besetzt wird, sondern das Audimax wird besetzt weil die #unibrennt. Die Studierendenzahlen im Fach TFM sind in der Tat erstaunlich (an einem Institut soviel Studierende wie in allen fünf Studiengängen der FH, an der ich bis vor zwei Jahren gearbeitet habe, zusammen und dann mal fünf), die Anmeldungen allein für eine Vorlesung gehen im Rekordfall bis hinauf auf 1400 (die deshalb auf Initiative des Instituts ja auch ins Web gestreamt wird, eine Maßnahme, die sich z.B. auch Michael Thurm in Graz wünschte). Warum also das Schweigen (und Beobachten) im Walde?
Wer eine Meinung äußert zu den Protesten muss auch Stellung beziehen zu den Forderungen der Studierenden, die auf der Seite der ÖH nachgelesen werden können:
- Re-Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen
Bildungseinrichtungen!
- Ausfinanzierung der Unis!
- Selbstbestimmtes Lernen und Leben ohne Konkurrenz- und Leistungsdruck!
- Freie Masterzugänge!
- Keine verpflichtende STEP!
- Abschaffung aller Bildungs- und Studiengebühren!
- Keine Aufnahmeprüfungen!
- Unabhängige Lehre und Forschung!
- Schluss mit prekären Dienstverhältnissen für Lehrende, Angestellte und ArbeiterInnen!
- Genug Studienplätze für alle!
- Abschaffung der Erweiterungscurricula!
- Flexible und selbstbestimmte Studienpläne!
Doch nicht zu einer dieser Forderungen kann man sich in den 140 Zeichen, die einem auf Twitter zur Verfügung stehen, auch nur halbwegs angemessen äußern. Allein über den Aspekt „Selbstbestimmtes Lernen und Leben ohne Konkurrenz- und Leistungsdruck!“ ließen sich ganze Dissertationen schreiben (angefangen vom Widerspruch in sich der da lautet ‘Wie vermittelt man Studierenden, die die Fähigkeit zum selbstbestimmten Lernen eben noch nicht besitzen, genau diese Fähigkeit?“ bis hin zur Schwierigkeit der Anwendung alternativer Bewertungssysteme im Angesicht der Verpflichtung der Universitäten, erworbene Fähigkeit in Form von Abschlüssen zu zertifizieren). Die Tatsache, dass viele der Forderungen plakativ sind und der Kontextualisierung bedürften, um sie überhaupt zu diskutieren macht es nicht leichter.
Das einzige inhaltliche Statement, das ich mir also bislang geleistet habe, bezog sich auf den Bologna-Prozess, der zwar in den obigen Forderungen nicht explizit genannt wird (vgl. dazu die Forderungen der Studierenden der Akademie der bildenden Künste), aber die Hintergrundfolie bildet. So gewinnt etwa die Forderung der Abschaffung der Ergänzungcurricula erst Profil, wenn man berücksichtigt, dass diese Curricula die freien Wahlfächer der Zeit vor dem Bologna-Prozess ersetzen sollen (Bitte um Korrektur wo ich mich irre – meine Rekonstruktionen dessen, was vor meiner Ankunft an der Uni Wien Sache war, sind noch immer puzzlestückartig).
An wen wird aber sinnvollerweise ein Protest gerichtet, der auf einer 1999 „von 29 europäischen Bildungsministern im italienischen Bologna unterzeichneten, völkerrechtlich nicht bindenden“ Erklärung basiert? Und ist überhaupt der Bologna-Prozess an allem Schuld?
Immerhin: Zu meiner Studienzeit gab es – ohne jeden weiteren Protest, da man eben ganz allein für sein Studium verantwortlich war – unglaubliche Abbruchraten, etwa an der philosophischen Fakultät der Uni Köln um bis zu 70%. Das lag weder daran, dass die Leute unfähig waren noch an einem Mangel an Lehrveranstaltungen (ein Seminar mit 50 Teilnehmern kam uns zwar voll vor, aber im Vergleich zu den aktuellen Betreuungsverhältnissen an vielen Universitäten ist das fast paradiesisch). Nein, das Studium dauerte einfach zu lange, und bis man endlich alle Pflichtvorlesungen, Proseminare, Zwischenprüfungen, Hauptseminare, Oberseminare, Diplomkolloquia beisammen hatte (und das über drei Fächer, die bis zur Magisterprüfung fortzusetzen waren – nicht zu vergessen musste ich auch das Latinum nachholen, da dies eine fachspezifische Anforderung war) , war vielen schlicht die Luft und/oder das Geld ausgegangen.
Viele mussten sich entscheiden: Nehme ich jetzt dieses Jobangebot an oder mache ich doch noch meinen Abschluss? Hätte es damals Bachelor-Programme gegeben, hätten viele zumindest diesen in der Hand gehabt – so fielen viele aber vom 12. Semester kurz vorm Magister zurück auf Abitur als höchsten Bildungsabschluss. Allein die Magisterprüfungsphase dauerte bei vielen (so auch bei mir) über ein Jahr.
Das ist nur einer der guten Aspekte der BA/MA-Umstellung – und im Vergleich zu Fachhochschulen hat man an den Universitäten den Vorteil, dass man sie nicht fix in drei (Bachelor) bzw. zwei (Master) Jahren fix beenden muss. Und das ist nun auch einer der Gründe, warum ich vor allem beobachte – heilfroh und hoffend, dass bildungspolitisch durch die Proteste etwas ausgerichtet wird, insbesondere was die Finanzierung der Universitäten angeht, aber gleichzeitig auch zurückhaltend, da eine Diskussion der Sacheverhalte angesichts der verknappten und verkürzten Forderungen schwierig ist. Und trotz aller Verkürzung und Verknappung sind diese Proteste ja ernst zu nehmen – @Luca formulierte heute treffend:
Bin mit vielen bei #unibrennt unzufrieden, aber man muss damit arbeiten und ich finde es toll, dass etwas passiert.
Mein Beitrag beschränkt sich also darauf, für den Fall der Fälle das Material meiner eigenen LV so aufzubereiten, dass man im Zweifelsfall alles über Selbststudium und unter Nutzung der e-Learning-Plattform sich aneignen kann – sei es, weil der Hörsaal besetzt ist oder weil es so Personen nutzen können, die selbst im Audimax sitzen. Die Fähigkeit zum selbstbestimmten Lernen – das ich nicht verstehe als ‘ich mache wonach mir grad der Sinn steht’ sondern als ‘ich übernehme die Verwantwortung für mein Lernen selbst’ – freilich immer vorausgesetzt.
Noch ein paar Tweets der letzten Minuten (alle jeweils rund um 2 Uhr früh abgesetzt):
anarchietaube: #audimax ’ska-tunes’ von „one two three cheers and a lion“, arkadenhof bumvoll mit ‘elektro-beats’ — herkommen, abgehn! #audimax #unibrennt
peterkraus: So sah es im #Audimax grad aus.schon einige Uni Proteste mitbekommen,aber das fühlt sich ganz anders an! #unibrennt http://twitpic.com/mnsxz
rigardi: auch um 2 uhr früh ist #audimax noch bummvoll #unibrennt http://twitpic.com/mnsz8
WernerReisinger: ♺ @ugrazgehoertuns 3000 leute im #AudiMax wien! #unibrennt http://bit.ly/Bj0o
Update: Die Forderungen wurden mittlerweile aktualisiert.
Nicht häufig bekommt man die Gelegenheit, nachzuvollziehen, wie öffentlich-rechtliche Medien die Wahrnehmung der Gesellschaft durch Selektion und Perspektivenwahl für andere Zwecke als den der Objektivität zurechtrücken… in der folgenden Ausgabe von Heute vom 17.10.2009 war zu sehen, wie ein Jugendlicher ein „Killerspiel“ in einem Container versenkt. Was in dieser Geste wie eine Aktion mit breiter Resonanz vor Ort rüberkommt (siehe besonders Minute 0:31), war vermutlich ein Einzelfall…
Und vermutlich war diese Entsorgung auch noch mehrfach erprobt, wie folgende Aufnahmen nahelegen – dass der Container leer ist, konnte man in der ZDF-Aufnahme freilich nicht sehen.
Da darf man sich schon fragen: Ist eine solch tendenziöse Selektionsweise in einer öffentlich-rechtlichen Nachrichtensendung die Regel oder doch eher die Ausnahme? Hm. Gut, dass es User-Generated Content gibt – als Unterwachung der Gatekeeper unverzichtbar. Der einzelne Fall mag banal erscheinen – die alternativen Blickwinkel erinnern uns aber daran, dass auch die traditionellen Medien die Objektivität nicht gepachtet haben.
Entdeckt via Michael G. Wagner



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