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Fastfood im südlichen Afrika (betrifft: Nando’s Diktatoren-Spot)

3. Dezember 2011

Dean Blumbergs großartiger Spot Last Director Standing, in dem er einem einsamen Robert Mugabe ein 6-Pack-Meal der Grillhuhnkette Nando’s (quasi der Wienerwald Südafrikas) servieren und Erinnerungen an seine verstorbenen Diktatorskollegen Muammar Gaddafi, Mao Tse-tung, Saddam Hussein, P.W. Botha und Idi Amin (in Titanic-Pose auf dem Panzer!) Revue passieren lässt, wurde mittlerweile zurückgezogen (Nando’s Franchisenehmer in Zimbabwe hatten zwar nichts damit zu tun, doch ist Präsidentenbeleidigung dort strafbar). Solange er online ist, sollte man den Spot unbedingt ansehen (ein paar Screenshots sind weiter unten im Artikel), für einen Moment möchte ich die Aufmerksamkeit aber auf das angebotene 6-Pack-Meal richten.

Die Beobachtung: Drei halbe Grillhühner, sechs Semmeln, zwei Schalen Pommes frites und zwei Tetra-Paks Saft – eine Kombination, die man in der nördlichen Hemisphäre kaum finden wird, schon, weil man die sensible Aufgabe des Teilens von Fastfood nie den KundInnen zumuten würde. Es müsste schon ein Hühnerteil, ein Saftpaket und ein Pommeshäufchen für jeden sein. Brot – abgesehen von den den Burger konstituierenden Hamburgerbrötchen – dürfte als Beilage auch kaum vorkommen. Schon gar nicht der ganze Laib (toastartiges) Brot, den man manchmal bei Nando’s als Sonderangebot dazubekommen kann. Warum? Weil mit anderen gemeinsam satt werden in der nördlichen Hemisphäre nur noch eine nebengeordnete Bedeutung von Essen ist? Weil Brot (es sei denn, es handelt sich um Bobo-Brot als Überflussprodukt gilt?

175 Rand entsprechen derzeit übrigens in etwa 16 Euro 20 Cent, also 2 Euro 70 pro Person. Und in UK gibt es Nando’s mittlerweile auch.


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4 Kommentare leave one →
  1. One Brick permalink
    3. Dezember 2011 6:46 pm

    Servus Jana,
    da kennst du die Gutschein-Aktionen hierzulande nicht. Da bekommt man auch beim größten Fastfood-Verschleisser derart viel aufs Tablett, dass man es alleine nicht mehr wegbringt. Auch nicht als Fan.

  2. 5. Dezember 2011 1:15 pm

    @OneBrick Mir ging’s nicht um die Menge, sondern um die Art (gemessen an europäischen Überportionen fand ich diesen 6er-Deal sogar noch bescheiden), also darum, dass das Huhn in drei Portionen, der Saft in zwei Portionen kommt und also noch aufgeteilt werden muss, sowie außerdem um das Brot. Der Toastbrot-Superdeal ist hier im Beispiel nicht dabei, aber wo gibt’s sowas bei „uns“: Bekomm heute im Superspecial ein Toastbrot dazu (oder irgendwas anderes, das selbst nicht besonderes darstellt, aber satt macht: z.B. Salzkartoffeln)?

  3. 23. Dezember 2011 12:36 pm

    Also ich find die Diktatorenparade herrlich! Made my day. Wunderbarer Ausklang zum Jahr 2011, an das man sich als das Jahr der gefallenen Diktatoren erinnern werden wird. Fast Food hin oder her. Wünsch dir ein gelungenes Weihnachtsfest und schöne Feiertage!

  4. 4. Januar 2012 7:47 pm

    danke, hoffe, du hattest das auch!

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