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‚Kassbach‘ wieder im Kino – nur für kurze Zeit (plus Podiumsdiskussion)

1. Oktober 2010

Eigentlich wollte ich statt einer bloßen Ankündigung etwas Substanzielleres schreiben über Kassbach (1979), den Film von Peter Patzak, der kurz vor der Wienwahl für vier Aufführungen wieder ins Kino kommt. Worum geht’s bei Kassbach:

In dieser beklemmenden Studie des Alltagsfaschismus in Österreich geht es um den Gemüsehändler Karl Kassbach, einen an der Oberfläche „typischen“ gemütlichen Wiener. Er bedrängt nicht nur sein Lehrmädchen sexuell, sondern ist darüber hinaus Mitglied einer rechtsradikalen Gruppierung, die gerne Linke und so genannte Gastarbeiter zusammenschlägt oder – zu Übungszwecken – auf Meerschweinchen schießt. Dumpfe Ressentiments und das blitzschnelle Umschlagen von scheinbar harmloser Normalität in blanke Aggression machen Kassbach zu einer Art wandelnder Zeitbombe: „Ich habe Dinge verarbeitet, die man in Wien sehen und hören kann. Ich will die Leute auf Töne, Sätze, Reaktionen, Symbole aufmerksam machen, damit man sie endlich erkennen und nicht mehr bagatellisieren kann“, sagte Peter Patzak seinerzeit über den Film. Dinge wie diese kann man auch 2010 in Wien immer noch hören und sehen.

Da sich an den ersten Termin aber eh eine Podiumsdiskussion anschließt, zu der ich beisteuern darf wegen Krankheit leider nichts beisteuern kann, mich aber sehr freue, dass Sigi Maurer sich dem Podium kurzfristig anschließen kann, gibt es die ausführlichere Diskussion erst nächste Woche. Das sind die Termine – bitte notieren!

Termine im Metro-Kino (Johannesgasse 4, 1010 Wien)
So 3.10., 17:00 anschl. Podiumsdiskussion
Di 5.10., 21:00
Do 7.10., 18:45
So 10.10., 16:30

Über die Podiumsdiskussion:

Im Anschluss an die Vorführung am 3. Oktober diskutieren Peter Patzak, Tibor Zenker (Sohn des verstorbenen Autors Helmut Zenker), der Journalist Peter Huemer, der Zeithistoriker Siegfried Mattl und die Medienwissenschaftlerin/Bloggerin Jana Herwig ÖH-Vorsitzende Sigrid Maurer unter dem Motto „Kassbach 1979? 2010?“. Moderation: Andreas Ungerböck (Herausgeber, ray Filmmagazin).

Mehr dazu auf den Seiten des Pressebüros Pyrker – die DVD gibt es bei Hoanzl – aber lieber im Kino schauen!

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