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Literatur-Twitter – Preisübergabe (und Sonderpreis für….)

27. September 2009

Der eine oder die andere Leserin erinnert sich an den Twitter-Literatur-Preis – ich durfte in der Jury sein, ‚unsere‘ PreisträgerInnen wurden schon vor einer Weile am Blog des Duftenden Doppelpunkts vorgestellt. Obendrein durften wir Jurorinnen einen Sonderpreis vergeben – in meinem Falll geht dieser an @chepedaja a.k.a. Antieskapismus.at. Herzlichen Glückwunsch!

Ich habe ihn für folgenden Tweet in der Kategorie Sonderpreis nominiert:

Kollege rät einem Kunden step by step vorzugehen. Drei „ooh babies“ schallen durchs Büro.

Die Auszeichnung gebührt @chepedaja für das Evozieren von Bürolebenswelten, in denen der Projektmanagementdiskurs ebenso waltet wie der realistische Eskapismus von Boboville, oder auch dessen Negation.* Obendrein ist diese Auszeichnung eine Anerkennung für @chepedajas Gesamttwitterwerk, denn er erfreut die FolgerInnen schon seit langem mit immer Anlass zur Reflexion bietender, mal mehr, mal weniger enigmatischer und sowhl belustigender als mitunter auch nicht auf einen Satz verdaubarer Kost. Aus gutem Grund wurde ein Beitrag @chepedajas bereits im letzten Jahr in die Top Ten des Wettbewerbs „Tweet of the Year“ gewählt:

Die Verknüpfung zum Papierkorb in den Papierkorb verschieben. Die Revolution frisst ihre Kinder…

Ehre wem Ehre gebührt – die Übergabe der Preise findet demnächst hier in Wien statt:

Date: Monday, October 5, 2009
Time: 7:00pm – 8:30pm
Location: GuterStoff
Street: Glockengasse 8a

Wegen einer in aller Frühe am nächsten Tag statt findenden Reise kann ich leider nicht dabei sein – Robert Lender wird meine Rolle bei der Lesung der Tweets einnehmen, wofür ich ihm herzlich danke. Danke auch an MitjurorInnen Nadine Pauland und Georg Schober, sowie Georg Schober und Petra Öllinger als den InitiatorInnen dieses schönen Projekts. Der reguläre Literaturpreis „Literatur der Arbeit“ läuft übrigens noch bis zum 30. November 2009!

* Das Werk von Chepedaja erinnert mich an den kontroversiellen südafrikanischen Autor Etienne Leroux – in Europa kaum rezipiert ist die Silberstein-Trilogie ein merkwürdig frühes Beispiel von Literatur in der postindustriellen Gesellschaft.

2 Kommentare leave one →
  1. 27. September 2009 10:29 pm

    Ich bin überwältigt und glücklich, diesen sehr hohen Preis erhalten zu haben und zwar nicht am Ende meiner Laufbahn, sondern noch mitten drin. Nach den österreichischen Twitterrichtlinien werde ich sicherlich noch 18 Jahre weiter in der Twitterwissenschaft arbeiten und ich werde versuchen – und das ist der Ansporn dieses Preises – , weiterhin schwierige Probleme im Bereich Mensch-Technik-Interaktion zu lösen, zu knacken, wie wir in der Twitterologie sagen, aber auch – was angesprochen wurde – junge Menschen für dieses faszinierende Gebiet der Informatik, der Informationstechnik zu begeistern.

    Ich glaube, der Preis wird uns einen ganz wichtigen Impuls geben, unsere Innovation noch mehr in die Wirtschaft hinzeinzutragen. Wir haben sechzehn Spin-Off-Firmen, ich glaube durch den Preis werden noch einige dazu kommen und noch weitere Mitarbeiter ermutigt, diesen Schritt zu machen, Neugründungen durchzuführen.

    Ich möchte mich an dieser Stelle aber auch sehr bedanken. Zunächst mal bei unseren Förderern. Das war bei diesen Projekten einerseits die Industrie – durchaus auch unsere Großindustrie, namhafte Firmen wie Siemens, DaimlerChrysler, Philips jetzt Sony auch im Verbund. Natürlich bedanke ich mich ganz herzlich auch bei dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, welches dieses Projekt über 8 Jahre lang mit erheblichen Beiträgen gefördert hat. Vielen Dank, Frau Ministerin Schmied. Bedanken möchte ich mich auch bei dem Mitarbeiter des BMBF, Herrn Dr. Hofrat Quakenbusch, der mir lange Jahre geholfen hat, dieses große Projekt – es waren ja über hundert Mitarbeiter tätig – mit einem Netzplan zu steuern. Das war ganz wichtig.

    Der größte Dank geht natürlich an all die Mitarbeiter, die mitgewirkt haben. Das sind einerseits die Projektleiter, die Teilprojektleiter, Professoren aus verschiedenen Universitäten, Herr von Hahn, Herr Rohrer, Herr Waibel. Auch aus der Industrie haben wir wichtige Mitarbeiter gehabt, Herrn Block, Herrn Mangold, Herrn Eisele beispielsweise. Bei all denen möchte ich mich stellvertretend für die hundert Mitarbeiter, die mitgeholfen haben diese Technologie dann auch in Produkte umzusetzen, das war ganz wichtig und jetzt auch Geld damit zu verdienen, bei denen möchte ich mich recht herzlich bedanken, denn ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.

    Vielen Dank

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