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Warum ‚keine Massenaussendungen wollen‘ das schlechteste aller Kriterien ist

11. Juni 2009

Die Grünen haben ihre Ausschlusskriterien erklärt – u.a. wollen sie jedeN ablehnen, der keine Massenaussendungen will: weil sie ihn/sie ja nicht kontaktieren dürften. Dazu ein Hinweis: Ein persönliches Mail, von einer Person an eine Person verschickt, ist keine Massenaussendung. Obendrein gibt es folgende paradoxe Situation zu berücksichtigen, die Thomas Lohninger beschreibt:

Das genannte Kriterium, ob jemand auf Massenzusendungen verzichten will, da die Person sich selbstständig informiert, kann und darf kein Kriterium für eine Ablehnung sein! Mein Vormieter war oder ist Mitglied bei den Grünen und hat die Partei über seinen Auszug vor 2 Jahren nicht informiert, wodurch ich sowieso schon die Zusendungen der Grünen bekomme. Allerdings ist die Akzeptanz von Postwurfsendungen auch für andere VorwählerInnen kein Indikator ihrer Bereitschaft zur politischen Partizipation. Erst recht netzaffine Menschen sind es gewohnt sich ihren eigenen Informationskanal zu bauen und empfinden den Briefkasten als kein adäquates Kommunikationsmittel mehr. […].

Thomas hat übrigens noch nichts gehört, um einer voreiligen Ablehnung wegen dem Kreuzerl zuvor zu kommen, hat er diesen offenen Brief an den Vorstand geschrieben. Wer mag, möge seinem Beispiel folgen: Hier sind die Adressen des Landesvorstands.

4 Kommentare leave one →
  1. 14. Juni 2009 10:09 am

    Keine Zusendungen von uns zu bekommen ist ein Kriterium, nicht das Beste, nicht das Schlechteste aber vor allem auf keinen Fall das Einzige. Es gibt bereits jetzt Anträge die angenommen wurden und dieses kleine Häckchen gemacht haben.

    Und wie immer geht es nicht darum eine einzige Person zu erreichen, und es geht nicht darum ob es irgendeinen Kanal zu irgendeiner Person gibt. Wie immer geht es um die Bereitschaft dort dabei zu sein, wo die Organisation statt findet. Und, shame on us, wir benutzen auch Papier und Masseninformation.

  2. 14. Juni 2009 11:22 am

    Wir haben diese Checkbox auf dem Formular angebracht, weil jeder Person, die eine Emailadresse herausgibt, die Möglichkeit gegeben sein muss, nicht in allfällige Verteiler übernommen zu werden.

    Wir haben damit nie beabsichtigt, eine generelle Aussage für Papier und persönliche Post oder auch persönlichen Mailverkehr zu machen.

    Eine personalisierte Mail ist keine Massenaussendung.

    Ein personalisierter Brief ist keine Massenaussendung.

    Ich vermute hier eine bewusste Interpretation des von uns leider nicht antizipierend definierten Begriffs ‚Massenausendung‘ in richtig eines möglichen Ausschlusskriteriums.

  3. geraldbaeck permalink
    14. Juni 2009 3:28 pm

    Na da bin ich mal auf jede einzelne Begründung für jede einzelne auf individueller Basis erfolgte Ablehnung gespannt. Aber wahrscheinlich war das mit der Begründung im Statut dann auch nicht so gemeint.

Trackbacks

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