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Followfriday ist Umweltverschmutzung #Rant

28. März 2009

Mir macht ja Twitter in letzter Zeit immer weniger und weniger Spaß, und das liegt vor allem an dem Ausmaß, in dem die sozialen und kommunikativen Formen von der Logik des Marketing und Customer Relationship Management gehijacked werden – dieses Blogpost begann als Kommentar auf Ritchies Position und Frage:

“Trusted recommendations” sind der effektivste Twitter-Durchlauferhitzer überhaupt, deswegen bin auch von MrTweet und Twibes recht angetan. Word-of-Mouth Marketing ist eben nicht zu schlagen!:mrgreen: Wie denken Sie über den #FollowFriday?

Der Kommentar wuchs sich dann aber soweit aus, dass ich lieber ein Blogpost draus gemacht. Also #FollowFriday. Hust. Nun denn:

Es gibt solche und solche Twitterer – jetzt einmal in Extremen formuliert – natürlich nehmen die meisten ihre Position dazwischen, zwischen den Polen Datadirt bzw. Digiom ein:

Da gibt es diejenigen, die ihren Follower-Count weiter erhöhen wollen und die daher auch gerne bei Recommender-Spielchen wie FollowFriday, Mr Tweet und Twibes mitmachen, da sie auf Reziprozität hoffen. Folgst du mir, folge ich dir. Folge ich dir, folgst vielleicht du auch mir. Empfehle ich dich, empfiehlst du mich, und deine Gigolos, meine Mätressen haben gemeinsam mit etwas Glück genug Interessen, um auch uns zu folgen.

Und dann gibt es die, die sowas wie eine Follow-Empfehlung zur Kenntnis nehmen, sich vielleicht auch darüber freuen, wenn es sich auf sie selbst bezieht, aber deswegen noch lange niemandem folgen. Wenn ich das richtig sehe, bin ich nicht die einzige, die noch nie jemanden wg. einer Follow-Friday Recommendation gefolgt ist. Die resultierenden Followerzahlen (bzw. die Conversion rate) ist wohl als sehr niedrig einzustufen – aber das hat auch Spammer noch nie vom Spammen abgehalten.

Denn der Kontext fehlt natürlich größtenteils, d.h. der Grund warum ich jemandem folgen soll, kann in 140 Zeichen kaum genutzt werden, jedenfalls nicht, wenn etwa wie folgt getweetet wird:

There 4 u .. @BuzzEdition @marikurisato , @Moriasreadings @TheMarketingMom @AngPang @dollars5 @Luiz3 #support #RT #fun #followfriday

(Aber immerhin erkennt man in diesem Beispiel, dass es um Marketing geht und für viele Marketing-Aficionados ist das eh schon mehr als genug!)

Dasselbe gilt für Twibes: Das ganze ist Mutual Backscratching, und als solches schon ein wohlwollender Akt und damit sozial sinnvoll: Man freut sich, wenn man empfohlen wird, und jemanden zu empfehlen, kann die soziale Bindung verbessern bzw. – *hust* – die Kundenbindung, da ja in diesem neuen Social Web, verstanden als Web voller Brand Manager, alle einander permanent verkaufen.

Etwas besser ist die Situation bei Mr Tweet, da man dort zumindest jeden Twitteranten, den man empfiehlt, ins Scheinwerferlicht eines ganzen Tweets stellt. Mikroaufmerksamkeit – woo yay! Die Qualität der Empfehlung sinkt aber schnell, sobald man feststellt, dass sich Personen gegenseitig in höchsten Tönen loben. Kann man denen noch trauen, wenn die sich nur empfehlen, weil sie sich empfehlen?

Also letztlich alles wieder eine qualitative Frage: Unter denen, die followen um gefollowet zu werden, mag Followempfehlung der heißeste Scheiß sein, weil sie dadurch mehr Personen finden, denen sie folgen können, und anstatt blind ihr Netz etwa durch die Twitter-Suche zu erweitern, bauen sie es (organisch) von den Rändern her aus: So können sie Leuten folgen, denen bereits andere in ihrem Netzwerk folgen, und das ist im Rahmen ihres Paradigmas auch sinnvoll.

Diejenigen, die im Sinne Pierre Lévys am ‚engineering of the social bond‚ interessiert sind, werden mit der permanenten Erhöhung des Following-Count nicht glücklich – und dieses Problem halte ich für die große Achillesferse von Twitter: Irgendwo ist followerzahlenmäßig die Grenze erreicht, ab der Reziprozität nur noch eine technische Frage ist (you follow me – I follow you), man sich aber nicht mehr gegenseitig wahrnehmen kann, weil die soziale Suppe so voluminös und dadurch dünn gewürden ist, dass sich einzelne Individuen nicht mehr hervorheben können.

Eh klar, in welchem Rudel ich unterwegs bin: Ich werde auch weiterhin niemandem wg. einer FollowFriday-Empfehlung folgen und bedauere, dass es mittlerweile zwei Horden in der Twittersphäre gibt:

die einen, die eine PR-2.0/Marketing-2.0-Agenda haben und denen es um möglichst viele „Kundenkontakte“ geht, und die anderen, die Twitter im Sinne Lévys verwenden. Nochmal in Sachen Conversion Rate: Die dürfte in den beiden Gruppen im Vergleich recht unterschiedlich auffallen, eh klar. „Mehr Follower“ ist die Droge der ersten Gruppe, und mit FollowFriday können sie sich gegenseitig den jeweils nächsten Schuss setzen. „Mehr!“ Bis irgendwann alle eingemeindet sind, Peak Twitter erreicht ist.

Herrliche Sozialsimulation übrigens: Wenn alle PR-2.0-Leute einander folgen, hat jeder locker mehr als 3000 Follower, darf also die dicke Hose anziehen (Aushängeschild gegenüber Neukunden!), obwohl er seinen Tweetstream längst nur noch mit Hilfe von Schlagwort-Filtern erfassen und somit von der Mikrosoziabilität gar nicht mehr profitieren kann, die z.B. entsteht, wenn aufgrund eines über einen Zeitraum hinweg konsumierten Nachrichtenstreams einer bislang unbekannten Person allmählich eine Idee von dem Menschen hinter dem Twitter-Avatar bildet.

Auch die Wahrscheinlichkeit von Serendipity, d.h. des glücklichen Funds von etwas, das man gar nicht gesucht hat, aber das doch irgendwie zu einem passt, ist extrem reduziert, wenn die eigene Sicht auf die Twittersphäre nur noch durch Schlagworte möglich wird. Dann kann man nämlich nur finden, was man eh immer schon gesucht hat. Fad. Urfad.

EDIT: Grad eine neue Vokabel gelernt – DSW = Dick Size War. Siehe auch Leyrers Blogpost zum Followerwahn.

EDIT: Bitte auch Georg Holzers Blogbeitrag lesen – Zur Relevanz bei Twitter.

27 Kommentare leave one →
  1. Armin permalink
    28. März 2009 10:10 am

    Ich habe früher Telefonnummern gesammelt.

  2. 28. März 2009 10:16 am

    Unterschied zu twitter: man bekommt von jedem, dessen telefonnummer man hat, quasi permanent anrufe:)

  3. 28. März 2009 10:46 am

    Du followst ja selbst deutlich über 200 Leute. Liest Du das wirklich alles?

  4. 28. März 2009 10:57 am

    Ja und nein. Wenn ich etwa an der arbeit nicht zum twitterlesen komme, dann versuche ich nicht das „verpasste“ nach zu holen. Aber wenn ich twitter lese, dann filter ich nicht einzelne leute via gruppen, oder tweets via filter heraus. Das ist für mich das entscheidende. Ich hab meistens twitterphasen im tag, da bleibe ich manchmal stundenlang dran. Dann wieder für eine kurze weile weg.

  5. 29. März 2009 8:44 am

    Ich bin da gespalten und vermutlich muss ich auch selbst einmal drüber schreiben. Ich sehe viele Follower nicht als Problem, folge fast jedem zurück, der mir folgt und bin so zu einem unpackbarem Datenwust gekommen, den ich längst nicht mehr konsumieren kann.

    Die Idee, dass bei 842 Followern ein Tweet 842 x gelesen wird, hatte ich gar nie. Die Lese-Quote sinkt ständig, Blogs viel nachhaltiger.

    Und dennoch freue ich mich über jeden einzelnen Follower, viele zu haben ist schon auch ein Zeichen von Relevanz. Diese Relevanz verwässert allerdings enorm, wenn man auf englisch twittert und irgendwo relevant wird oder auf Teufel komm Raus Follower sucht (Allianz).

    Zum Follow-Friday. Das ist auch fies, weil man praktisch gezwungen wird, mit zu machen. Ist man heute nicht asozial, wenn man von jemandem empfohlen wird und den nicht zurück empfiehlt? Was ist wenn ich A empfehle und B nicht. Ist B nicht eingeschnappt? Hab einmal genau aus ersterem Motiv mitgemacht. Find’s aber gaga.

  6. 29. März 2009 10:03 am

    In Sachen Sprache: Das kommt darauf an, wo man relevant sein will. Mir mögen 500+ folgen – wenn ich aber auf deutsch twittere kann mir meine Freundin in LA nicht mehr folgen und über Nachrichten von ihr freue ich mich immer ganz besonders:) Globale Identitäten, wenn man sie aufrecht erhalten will, erfordern das.

    Bei der Frage des Einschnappens kann man sich meiner Ansicht nach immer auf die technische Logik von Twitter zurückziehen: Technisch bin ich nicht gezwungen, jemanden zurück zu folgen, und auch nicht zu einer Empfehlung gezwungen. Ich sehe das Ganze als Chance, sich von der Quid pro Quo Logik trennen zu dürfen, die inhaltliche Qualität schon immer gern verwässert hat.

    Generell sollte es eingeschnappte User nicht geben. Es sollte auch niemand nachfragen, wieso man unfollowed, denn das Ganze ist nicht persönlich gemeint und sollte auch nicht persönlich interpretiert werden (im Social Media Zeitalter, wo permanent gerankt und bewertet wird, muss man eh lernen, solches nicht persönlich zu nehmen).

    Muss jetzt aber nicht jeder so experimentell sehen. Und ich hab auch schon mindestens zwei Mal Aufrufe gepostet, mich bitte nicht zu empfehlen, und jeweils dazu angekündigt, dass ich auch nicht zurück empfehle:)

  7. 29. März 2009 1:14 pm

    @digiom: Also wenn Du getrennte Accounts für englisch und deutsch einrichtest, folge ich Dir auch😉 Das machen wohl viele so.

    Mir ist englisch bei Twitter zu anstrengend, weil ich das nicht gut genug kann um es überfliegen zu können und twitter ist ja zum überfliegen gemacht (also zumindestens für mich).

  8. 29. März 2009 1:22 pm

    na, das macht für mich keinen sinn:) die wechselei ist mir echt zu anstrengend, und mein leben, die menschen da drin, die dinge mit denen ich mich beschäftige, sind eben mal deutsch mal englisch. für viele, denen ich folge, gilt das gleiche.

    und wie ich immer sage: don’t follow me, don’t recommend me, I am not going to follow you because you’re following me, and not recommend you because you’ve recommended me. und ich höre nicht auf mischmasch zu twittern, weil manche mit mischmasch nicht zurechtkommen. die finden bestimmt auch andere, passendere, denen sie folgen können. und die mischmaschtwitterer, die sind dann die, die passen.

  9. 29. März 2009 1:59 pm

    @digiom: Verständlich. Immerhin bist Du so eine der wenigen deren Blog ich lese aber deren Twitter nicht. Meist ists eher umgekehrt.

  10. 29. März 2009 2:38 pm

    he, das ist mir aber ein fest und eine ehre:)

  11. 29. März 2009 3:53 pm

    Ad #followfriday
    Ich finde das ehrlich gesagt schon eine ganz nette Aktion. Da ich manchmal durchaus auf der Suche nach neuen Leuten bin und nicht wirklich Lust habe die ganzen Follower-Listen meiner Follower durchzuklicken, finde ich die Empfehlungen nett. Da muss ich nur ein paar anschauen und kann dann entscheiden, ob ich jemand folgen will.
    Ich habe die Aktion aber für mich uminterpretiert und #followfriday #females getwittert, vielleicht tue ich damit auch nächsten Freitag weiter.

  12. 29. März 2009 3:59 pm

    Es kommt eh immer auf das Empfinden des Einzelnen an – ich würde lieber reduzieren als erweitern. Kann mich aber nicht trennen, von denen die ich hab, manchmal auch nur, weil ich ihnen schon so lang folge!

  13. 30. März 2009 9:06 am

    Interessante Diskussion. Ich bin auch eher Follower-Friday Fan, aber im Sinne von einer einzelnen Empfehlung wie es ursprünglich gedacht war. Umweltverschmutzung finde ich da schon eher hochrequentige Tweeterer oder Twitteranten, Twitter-Profil-Besitzer oder wie auch immer.

  14. 30. März 2009 1:57 pm

    Wenn man allem folgen möchte, macht’s sicher Sinn, sich bei den Zahlen auf ein erträgliches Maß einzuschränken. Aber ich mag vor allem gezieltes Verpassen, Entropie und Zufall. Das man dabei mikrosoziale Kontakte verpasst, würd ich nicht unbedingt sagen; twitter ist momentan meine Hauptquelle für gute Musik und interessante Artikel – für ausführliche Diskussionen sind mir die Tweets allerdings zu kurz.

  15. 30. März 2009 10:48 pm

    @liechtenecker der titel ist eh zu prätentiös für den inhalt dieses posts, ist eben ein titel wie er sich für einen #rant gehört. da wollte ich wohl etwas polarisieren, mit dem titel.

    @datadirt du weisst eh selbst, dass gezieltes Tun und entropie sich ausschließen:) (es sei denn, du baust ein szenario, in dem temporärer kontrollverlust als fixer faktor herbeigeführt wird). ob man zufall erreicht, wenn man eine facettierte sicht (mittels keyword filter) über twitter drüber legt (ich nehme jetzt mal an, dass du keyword filter vewendest, so hab ich deine methode neulich verstanden)? klar, irgendwelche art von zufall gibt es immer, die bandbreite ist so halt nicht so umfangreich in dem fall. und gibt es leute, die ausführliche diskussion über twitter hoffen zu erreichen? nein, die finden dann doch auf blogs statt. thanks for stopping by, btw.

  16. 2. April 2009 2:57 pm

    Ich verstehe nicht warum ich als Privatperson cooler sein soll weil mir 2000 Leute folgen? Deswegen ist es mir auch schnurzpiepsegal wer mir folgt. Sorry folks. Insofern sind mir auch die Marketingwasteln wurscht, weil ich ihnen eh nicht retourfolge.

    Das einzige was mir Twitter bisher gebracht hat war eine zunahme des kommunikativen rauschens und drei oder vier lustige Sprüche.

  17. 2. April 2009 4:30 pm

    ob öffentliche personen cooler werden, wenn ihnen 2000 leute folgen? irgendwer? david lynch und so sind ja schon kühler als kühl:)

  18. 1. Mai 2009 3:11 pm

    ich kann dem artikel nur zustimmen! mich fasziniert twitter und die auswirkungen, die es hat. gleich ist mir klar geworden, dass es damit auch zu einer neuen ‚währung‘ im internet kommt – sozusagen einen virtuellen anerkennungsindex. je höher die follower-zahl, desto anerkannter ist man (scheinbar). ich nenne das @dollowers – je mehr dollowers man hat, desto wertvoller ist man (fühlt man sich) – ist doch geil!

  19. 1. Mai 2009 3:37 pm

    dollars + followers = dollowers:)

    zum glück kann man in der einen wie der anderen sphäre LOHAS sein

    http://de.wikipedia.org/wiki/LOHAS

  20. 1. Mai 2009 3:52 pm

    und im twitterversum zum dolLOHAS (= very rich dollower) ‚aufsteigen‘

  21. 1. Mai 2009 3:55 pm

    dang, I meant dolLOVOS:

    http://de.wikipedia.org/wiki/LOVOS

  22. 5. Mai 2009 1:25 pm

    Reciprocity-Following Game

    Kombiniert man die Bemühungen vieler nach absoluter Dominanz durch permanente Präsenz, unterstützt durch die automatisierte ‘Follow-Back’ Strategie, wird einem klar, wo die Reise hingeht.

    Diese Entwicklung in falsche Richtung wird am besten durch das Twitter-eigene (geeky) Community-Engagament – #FollowFriday.

    Vom Tageshighlight zu FollowFriditis

    FollowFriday ist ein Hashtag (#), das jeden Freitag in allen Twitter-Charts ganz vorne steht. Während ursprünglich ein ‘interessanter Geek’ von anderen Nerds, an die weitere Freaks empfohlen wurde, häufen sich derzeit eher Aufrufe nach einer @Empfehlung als Gegenleistung für eben eine @Empfehlung.

    Empfehlung als Währung

    So hat sich aus dem ursprünglichen FollowFriday eine Art FollowFriditis entwickelt – mit @Empfehlung als Währung.

    Wer’s nicht glaubt, möge sich das folgende Screenshot ansehen, hat mit wahrer Empfehlung kaum noch was gemeinsam, nicht wahr … http://martinwaiss.com/wp-content/uploads/2009/04/followfridaytis-480×838-2.gif

  23. 5. Mai 2009 10:39 pm

    f***in hell:)

    that’s what I call noise…

  24. 21. Mai 2010 12:02 pm

    ‚ff? ich persönlich halte davon nicht viel.
    twitter ist für jeden etwas. so viel menschen, so viel verwendungsmöglichkeiten.
    ich suche mir raus, was zu mir passt oder ignoriere, was nicht passt.
    meine timeline besteht aus infos (meine tageszeitung ;o) ) und aus tweets von leuten, die ich ausserhalb von twitter schon kannte. manchmal stolpert man über einen tweet, der einem einen tweeter ins augenmerk rückt. dann les ich die timeline durch. eher weniger kommt es dann allerdings zu einem dauerhaften neuen kontakt, denn der muss mich ja auch erstmal entdecken.
    im grossen und ganzen halte ich nicht viel von leuten, denen aus prestigegründen (the most followers) gefolgt wird. sowas würde mir persönlich nur die timeline zu müllen.
    ich entfolge auch relativ schnell, wenn ein tweeter nicht zu einem „mitglied“ meiner täglichen gespräche wird oder anfängt, werbung zu posten. leider gibt es zu viele versteckte geschäftsleute, die scheinbar „privat“ tweeten.
    alles andere drumherum wird einfach von mir ignoriert, denn ohne ein bisschen tiefgang wäre twitter einfach nur eine aufgeblasene maschinerie voll heisser luft und ohne jegliches interesse für mich.

  25. 1. Juni 2010 5:51 pm

    Ein wunderbares Wort: „Mikroaufmerksamkeit“.

    Genau darum geht es in den Weiten der virtuellen Beziehungen. Es gibt so etwas wie einen guten Ton, den man auch treffen sollte. Egal ob es Twitter oder blog oder wasweißdennichwasnochalles. Der Mensch will wahrgenommen , er will für sein Tun belohnt werden. Wenn du dir die Mühe machst, einen langen Blog-Beitrag zu einem interessanten Thema zu schreiben und kein Schwein kommentiert es, kann das enttäuschend und frustrierend sein. Deshalb habe ich mir angewöhnt, hin und wieder (nicht immer, zugegeben), einen Kommentar zu hinterlassen, wenn ich zufällig einen Beitrag in einem mir unbekannten Blog gelesen habe. Nur um dem Verfasser zu sagen: „Hey, ich war da und hab ein bisserl herumgeschaut.“

    Zurück zum Thema: an sich ist die Idee gut, dass man der Welt sagt, welche Leute interessant wären, zu folgen. Wenn man aber daraus einen Sport macht, wird es natürlich ungesund.

  26. 1. Juni 2010 5:57 pm

    Wobei ich’s genau auf das zurück spiegeln wollte, das du drüber geschrieben hast, d.h.

    An sich ist die Idee gut, dass man den Leuten sagt, dass man sie interessant und folgenswert findet.

    The world doesn’t give a shit.

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  1. SMS : Erfolgsstory Reloaded | martinwaiss.com

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