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Mein erster GPS Track (Projekt „Fortgeschrittene Selbstverdatung für Einsteiger“)

4. März 2009

Na, also, GPS-Tracken geht doch super easy! Gestern abend nahm ich an meinem erste Mobileblogger-Stammtisch teil – ich hab‘ mich dabei in allen aufkommenden Fragen an @BarbaraO a.k.a. DI Dr. Barbara Ondrisek a.k.a. Electrobabe gehalten, die jeden Winkel des G1 auswändig weiß, alle coolen Apps kennt und mir auch erklären konnte, wie das mirakulöse Update, wenn es denn kommt, auf meinem Googlephone landet (ich muss einfach warten, irgendwann kommt eine Nachricht, dass das Update da ist, dann brauche ich nur noch WLAN und es wird zu mir rüber gepusht:) Geek Girls rule!

In der Runde bin ich also definitiv die Modest Geekette, was aber eh gut passt – so findet jeder seine Nische bei den Mobile Blogggern. Meine heutige Heiterkeit verdanke ich der Einfachheit, mit der man mit einer App namens My Tracks (aus dem Hause Google) seinen Weg per GPS-Tracking aufzeichnen kann.

Das geht so: My Tracks aus dem Android Market gratis runter laden, installieren, starten, „Record Track“ auswählen, sich fortbewegen „Save track“ auswählen, anschließend die Karte im Google Account speichern – fertig!

mobilebloggertrack

(Und jetzt soll bitte keiner sagen „Ich will aber nicht, dass Google weiß wo ich mich entlang bewegt habte!“, denn wer das nicht will, sollte sowieso auf keinen Fall zum Googlephone greifen!)

Die Unterbrechunngen auf der Karte sind übrigens nicht auf ein Versagen des Trackers, sondern auf die Tatsache zurückzuführen, dass ich vom WerkzeugH zur Pilgramgasse gelaufen und dort mit der U4 bis Friedensbrücke gelaufen bin – in der U-Bahn hat man nur gelegentliches Signal vom GPS-Satelliten. Unter klarem Himmel geht das schon besser.

Einerseits wird die Karte sofort in den eigenen Karten (My Maps) auf Google gespeichert (meine ist hier zu finden), andererseits wird ein Spreadsheet erstellt und in Google Documents gespeichert, das die folgenden Informationen enthält:

Date
Di Mrz 03 20:45:25 MESZ 2009
Total Time
00:24:51
Moving Time
00:16:25
Distance
6,43 km
Average Speed
15,55 km/h
Average Moving Speed
23,49 km/h
Max Speed
4,50 km/h
Elevation Gain
66 m
Min Elevation
210 m
Max Elevation
260 m

Total super für Menschen mit einer Zahlenobsession! Ich hoffe, die Zahlenbesessenen finden auch eine Erklärung dafür, dass die Höchstgeschwindigkeit unter der durchschnittlichen Bewegungsgeschwindigkeit liegt, oder wo die zusätzlichen sechs Meter Elevation Gain herkommen – wurscht, ist trotzdem toll, das so ratzfatz im Google Account zu finden. Noch faszinierender ist, beim Laufen den Bewegungen der Nadel und dem Länger werden der Linie zu zu schauen!

Erst verdatet existiert der Mensch wirklich im Zeitalter der digitalen Medien! Und mit dem Googlephone kann ich mich jetzt noch effizienter selbst verdaten, und mir auch noch dabei zuschauen:)

16 Kommentare leave one →
  1. 4. März 2009 10:59 am

    interessanter als die Daten bei Google hochzuladen, wäre sie dem Openstreetmap-Projekt zu spenden: http://openstreetmap.org/ wenn man sie schonmal hat.

  2. 4. März 2009 12:01 pm

    Da gebe ich dir natürlich im Prinzip recht – wobei ich sie, wenn ich das Googlephone verwende, unmittelbar als Googlemap gespeichert habe. Kann ich Sie dann noch spenden an Open Street Map? Welches Dateiformat braucht ihr – und wie krieg ich das aus Googlemaps heraus?

  3. 4. März 2009 12:10 pm

    Mit My Tracks kannst du die Routen als GPX-Datei auf die MicroSD-Karte speichern. Mit dem Datenkabel kannst du sie dann auf den Computer kopieren.

    Die GPX-Datei ist glücklicherweise genau das, was OpenStreetMap braucht. Habs mit einer (wertlosen) Route schon probiert.😉

  4. 4. März 2009 12:12 pm

    Oh, ich bin garnicht Openstreetmap. Noch nicht mal wirklich Nutzer. Ich hab auch keinerlei Ahnung vom GPS-Tracken oder was es da für Dateiformate gibt. Also bin ich leider völlig der falsche für diese Frage. Dank der allwissenden Müllhalde hab ich trotzdem eine Antwort für Dich! Ist das nicht wunderbar? http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Upload

  5. 4. März 2009 12:52 pm

    Danke sehr, Sebastian wie Benni! @SebMos Habe ich bereits eine MicroSD-Karte auf dem G1 oder muss ich mir die erst kaufen?

  6. 4. März 2009 12:55 pm

    @digiom
    Eine 2GB-Karte ist bereits drin.

  7. 4. März 2009 12:59 pm

    yeah!

  8. 5. März 2009 9:18 am

    Wow, und dafür jetzt extra nen Googlephone klarmachen? Geht das auch mit iPhone?

    Aufm Nokia N95 habe ich auch so zwei, drei GPS Apps, aber ich glaube die beschriebene Funktion klappt dort so richtig nur mit „Sportstracker“ (~ für Jogger).

  9. 5. März 2009 9:44 am

    Es gibt auch iphone apps, die ich nicht ausprobiert habe, vermutlich kann man das ergebnis nicht ganz so lässig zu googlemaps rüberschieben, aber auch das ist erst mal zu prüfen.

  10. 5. März 2009 12:12 pm

    Zur Erklärung der Zahlen: Die Elevation Gain zählt nicht nur den Höhenunterschied zwischen niedrigstem und höchstem Punkt, sondern insgesamt die bergauf-Höhenmeter (siehe hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Cumulative_elevation_gain).

    Der zurückgelegte Weg bezieht sich auf den kompletten Weg zwischen Start und Ende (also die tatsächlich getrackten Wegstücke + die nicht erfassten Stücke dazwischen). Damit wurden dann auch die Durchschnittsgeschwindigkeiten berechnet. Ich könnte mir vorstellen, dass sich „Max Speed“ nur auf die Höchstgeschwindigkeit der tatsächlich getrackten Wegstücke, also der Fußwege von und zur U-Bahn, bezieht. Das könnte Sinn machen – 5,9km/h ist eine realistische Geschwindigkeit für Fußgänger.

    @Benni: Es bringt nicht so viel, jeden beliebigen Track OpenStreetMap zu „spenden“ – denn dort geht es ja darum, wirkliche Karten zu erstellen. Da müsste man das ganze schon mit etwas mehr System angehen und vor allem im Nachhinein in die Datenbank einpflegen. Nachdem Wien aber schon extrem gut erfasst ist, ist das hier nicht mehr unbedingt nötig.

    Btw: super Sache – so ein G1 hätte ich auch gern🙂

  11. 5. März 2009 12:15 pm

    5.9, huch, quatsch, 4.5 : )
    wobei ich grad sehe, dass zumindest zu Beginn ja noch ein bisschen U-Bahn-Strecke getrackt wurde. Da wäre 4,5km/h ein bisschen zu wenig. hmm, na, da weiß ich jetzt auch nicht weiter.

  12. 5. März 2009 12:41 pm

    Danke, liebes lesewesen, dann ist das mit dem elevation gain auf alle fälle geklärt. Das mit dem fussweg kommt trotzdem hin, weil ich an der ubahnstation gut 6 minuten gewartet hab und dabei bestenfalls etwas hin und hergetapst bin.

  13. 5. März 2009 4:29 pm

    Ich verwende am iPhone die App TrailGuru und bin durchaus zufrieden damit. Die setzt zwar einen Account bei http://www.trailguru.com – für den abschließenden Upload des Tracks sowie für den Export in andere Formate – voraus, verwendet auch Google Maps zur Darstellung, man kann den ge[laufen | gangen | fahren]en Track während des Laufens etc. auf der Karte verfolgen und später im Browser wieder abspielen lassen. Man kann während der Aktivität auch Photos mit der iPhone Kamera machen und die werden in der Karte dann auch mit den Geotags verlinkt angezeigt. Einzig die „Lap“-Funktion (nicht die von „Laptop“) hat sich mir noch nicht schlüssig offenbart. UND – wie beim iPhone leider üblich: die App muss immer im Vordergrund laufen, sonst wird nicht aufgezeigt. Das ist aber die Einschränkung von Apple.
    „Es gibt noch nicht genug Daten über uns – müllen wir sie zu damit!“

  14. 5. März 2009 5:18 pm

    Nein, definitiv nicht genug Daten! Den Cardiotrainer werde ich mir auch noch geben und meine Herzrate damit festhalten. Wenn das iphone in schlaf fällt, fällt der dann auch in Schlag? Lap = Runde – evtl. wie schnell man die einzelne Runde läuft?

  15. 10. März 2009 3:21 pm

    Mich würde auch interessieren, ob man aus dem G1 die GPS-Tracks auch „als ganz normale“ Daten wieder rauskriegt – zum Beispiel als GPX-Files.

    Dann könnte man sie nämlich auch auf (achtung, schleichwerbung) auf unsere site http://timatio.com posten, und in weiterer Folge mit zwei Mausklicks an OpenStreetMap spenden.

    Wäre interessant, ob das G1 GPX-Files rausrückt, bzw. wie die dann aussehen.

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