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Regelwerk – Archiv

3. Februar 2009

Diese Regelwerk habe ich zuletzt am 3. Februar 2009 bearbeitet – ursprünglich war es eine WordPress-Page, die Priorität des ganzen ist jedoch in der letzten Zeit erheblich gesunken. Darum wird daraus jetzt ein Artikel.
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Im Laufe dieses Blogs und im Rahmen der Doktorarbeit werde ich immer mal wieder Regeln und Thesen aufstellen und möglicherweise wieder umwerfen. Hier findet man diese übersichtlich zusammengestellt, auch wenn die Kategorisierung freilich nicht sauber ist und selbst Auferlegtes mit Beobachtungen und Hypothesen auf einen Haufen wirft. Weil das selbst Auferlegte aber wiederum mit den Beobachtungen im Zusammenhang steht und so auch die Hypothesen stützt, sei alles wieder von gemeinsamer Relevanz (hängt letztlich eh immer von der Leserin ab).

Regel #1: Ich blogge mit realem Namen und versuche so, meine Online- & Offline-Existenz zu synchronisieren. Anonyme Moserei ist out im Web 2.0.

Regel #2: Ich schließe mich in allen Punkten dem Manifest der Hard Blogging‘ Scientists an.

Regel #3: Kommentare sind moderiert, aber offen. Wer Anmerkungen oder Kritik hat, nutze also die die Kommenarfunktion. Nur Spam wird gelöscht. – Die Frage ist, inwieweit die technische Möglichkeit des Kommentars allein zu einer alle inkludierenden Diskussion beiträgt. Verstehen die Aliens im Social Web, dass ein Kommentarfeld bedeutet, dass ihre Meinung unmittelbar und vor Ort gefragt ist? Ich glaube: nein – viel zu oft erschrecken und echauffieren sich gelegentliche Nutzer darüber, dass überhaupt etwas ausgesprochen wird – siehe dazu auch das folgende Blogpost bei Heinz; aber das wird sich alles bessern. Irgendwann werden Online-Diskussion für die gesamte Gesellschaft zum Instrument des „Engineering the Social Bond“ (Pierre Lévy) werden.

Regel #4: Als Digital Immigrant (1996, d.h. mit 22, begann meine Selbstinitiation) kenne ich mich mit den Tools der Online-Welt relativ gut aus, aber ich nutze sie nicht, um mich an einem Markt (zum Beispiel als Social Media Dienstleister) zu positionieren. Mich interessiert, wie das Web aus der Sicht des proficient users aussieht – der nicht unbedingt das Geld hat, um seinen Blog selbst zu hosten, jede Menge Premium-Accounts zu kaufen oder die Zeit, regelmäßig neue Updates zu installieren. Was ich selbst im Web mache, ist in diesem Sinne auch forschungsmotiviert: Nicht der Zugewinn an Markenwert, sondern an Identitäts(selbst)wert interessiert mich – auch wenn die Mechanismen oft die gleichen sind. Die Konsequenz dieser Regel ist, dass ich nur Gratisdienste im Web nutze.

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