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Heuschnupfen-Attacken und Heimweh nach dem Rhein

2. Juni 2008

GräserMomentan werde ich wechselweise von Melancholie und Heimweh einerseits und vom Heuschnupfen andererseits gerüttelt und geschüttelt – am Samstag gaben sich die beiden Sehnsüchte in die Hand, als ich mit Riesensonnenbrille und Taschentuchschutz vorm Gesicht durch Wien gestolpert bin auf der Suche nach einer Apotheke, die wie die im Kölner Hauptbahnhof bis 16 Uhr geöffnet hat. Eine solche scheint es aber in der Hauptstadt Österreichs nicht zu geben – um 12 sind alle Gesundheitsdealer dicht.

Eigentlich hatte ich mich dieses Jahr selbst desensibilisieren wollen – an irgend einem Punkt habe ich mir selbst den Floh ins Ohr gesetzt, dass Medikamentenabstinenz ja quasi dasselbe wäre. Mit 12 hatte ich mich einmal einer solchen Desensibilisierungskur unterzogen, bei der man mir wöchentlich das gespritzt hat, gegen das ich am allergischsten bin – Extrakte von Gräsersamen, und Gräser, die dreckigen, die wachsen ja überall. Im folgenden Jahr hatte ich fast keine Beschwerden, danach kam der Heuschnupfen wieder – und seitdem hab ich mich jährlich für ca 2 bis 3 Monate permanent unter Antihistaminika gesetzt.

Was ich jetzt auch wieder machen werde – hab‘ das Wochenende wie unter einer Bewusstseinsdämpferglocke verbracht. Heuschnupfen is a Schaas. Tabletten auch, aber Heuschnupfen ist der größere Schaas.

Ansonsten muss ich schauen, dass ich meine Melancholie auch irgendwie unter Kontrolle kriege – der Liebe wegen nach Wien gezogen sein ist eine romantische Sache, subkutan tagträum‘ ich dennoch grad von einer Rückkehr an den Rhein, und z.B. vom rumliegen am Sandstrand beim Soma-Festival. Aber apropos Soma Festival: Das findet auch nicht mehr im Jugendpark am Rheinstrand statt, sondern in der Künstlerenklave Odonien, gleich gegenüber vom Riesenbordell Pascha. Hmm, ist Odonien groß genug für das Festival? Hatte es kleiner in Erinnerung – wo wird man da zelten?

8 Kommentare leave one →
  1. 2. Juni 2008 11:58 am

    Ming arm Määdschen, da sing ich dir dieses Liedchen:

    „Ich ben ene Kölsche Jung, wat willste maache?
    Ich ben ene Kölsche Jung un dun jään laache.
    Ich ben och söns nit schlääch, nä ich ben brav,
    Ming Lieblingswöötsche heiss Kölle Alaaf!“

  2. 2. Juni 2008 11:58 am

    Schanief!

    Und: Kochbar schaut ja echt super aus! Is aber kein Privatprojekt von dir, oder doch? m.a.w. – darfste dich da innerhalb oder außerhalb einer Arbeitszeiten drum kümmern?

  3. 2. Juni 2008 3:48 pm

    ein kumpel hat das mit kompletter ernährungsumstellung wegbekommen. soviel ich weiß kein schweinefleisch und zucker mehr oder so.

  4. 2. Juni 2008 5:08 pm

    also normal ist doch immer irgendwo bei den geschlossenen apotheken ein zettelchen ausgehängt welche apotheke notdienst hat – weil ja immer irgendwo eine offen sein muss. war da nichts?

  5. 2. Juni 2008 6:16 pm

    @liechtenecker: kein schweinefleisch kein zucker – ich glaub ich weiß welche diät das war. hab das letztes jahr zum fasten praktiziert, man fuehlt sich großartig – aber für einen carboaddict wie mich echt schwer:-( evtl. könnte man mal ein allergien barcamp machen – rupprecht wäre sicher auch dabei, vielleicht auch dein kollege?

    @paleica: tatsaechlich gabs nur an einer eine notiz – und die sagt, die apotheke bei der ich vor 20min gewesen wa, waers gewesen. und es war zu heiss um nochmal zurück zu laufen. stehen jetzt aber total unter antihistaminen:-)

  6. 2. Juni 2008 7:44 pm

    ach herrje das ist ja unerfreulich.
    aber hauptsache du hast sie jetzt bekommen…

  7. weana permalink
    10. Juni 2008 7:50 am

    Bei Apotheken gibts einen Notdienst. Bei jeder Apotheke müsste an der Tür angeschrieben sein, wo die nächste mit Notdienst ist (sofern Du nicht zufällig grad die offene erwischt hast).

    Fürs nächste Mal hab ich Dir den passenden Link gesucht: http://business.geolook.at/apothekerkammer/maerkte.asp?bundesland=W
    Da gibts eine tagesaktuelle Liste mit den Apotheken und den Öffnungszeiten (bei Info/Plan poppt ein Fenster auf).
    Rund um die Uhr offen haben auch die Barmherzigen Brüder im 2., die helfen Dir sicher auch (gegen eine Spende).

    Ich habs mit den Birkenpollen und hab mich gefreut, daß ich es dieses Jahr ziemlich glimpflich überstanden hab. Hab mir auch sagen lassen, daß ein guter Homöopath helfen kann. Vielleicht raff ich mich im Herbst endlich auf, einen guten zu suchen.

  8. 10. Juni 2008 8:41 am

    Doch, genau die offene Apotheke hatte ich erwischt:o)

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