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To use or not to use? Treffen mit der Gruppe Internetforschung

28. Mai 2008

UserGestern abend war ich sehr happy, und zwar über das erste Treffen mit der Gruppe Internetforschung:-) Habe mir ein paar Notizen gemacht, die ich für die Gruppe hiermit zugänglich mache. Der Artikel, zu dem die Diskussion dank unauffälliger Interventionen von Philipp Budka immer wieder zurückkehrte, war Wyatt, Thomas & Terranovas „They came, they surfed, they went back to the beach: conceptualizing use and non-use of the internet“ aus dem Reader Virtual Society von Steve Woolgar (eine erste Fassung des Artikels – nur von Sally Wyatt – findet man hier).

Philipp hatte den Artikel vorgeschlagen, weil er einerseits die übliche, technologisch determinierte Rhetorik zur Debatte stellt, nach der Internetnutzung nur eine Frage des Zugangs ist, und zum anderen, weil man über die Gründe, die Personen haben, das Internetz nicht zu nutzen, auch viel über dessen Attraktivität für die anderen erfahren kann. Das Paper ist übrigens von 2001/2002 und wir waren uns einig, dass sich einige der damals angeführten Gründe mittlerweile (in den Industrienationen) dank besserer Bandbreiten und Web2.0-Technologien erledigt haben. Das folgende Miniprotokoll werde ich nur im Stichworten wieder geben…

  • Typologie laut Paper zu Non-User
  • 1. Resistants (haben Internet noch nie benutzt, lehnen es nicht aktiv ab, aber es hat keine Relevanz für sie)
  • 2. Rejecters (haben aufgehört) ->vgl. z.B. Sigrids Frustration über die technischen Möglichkeiten (Bandbreite) anno 1994 oder der Mangel an Usability
  • 3. Excluded (die technisch ausgeschlossen sind; die keinen Access haben)
  • 4. Expelled (die unfreiwillig das Internet aufgehört haben zu nutzen, z.b. weil sie das Studium beendeten und nun keinen Zugang mehr haben)
  • –> Kategorie Non-User ist betroffen/geschaffen von der Kategorie der User
  • –> vgl. die 4-fache Kategorisierung die u.a. Prensky’s Konzept der Digital Natives verwendet (siehe auch Generation Y Artikel: Digital Aliens, Digital Immigrants, Digital Adaptives, Digital Natives
  • Internetnutzung ist abhängig von der (Arbeits-)Kultur: oral (z.B. Ärzte; eher resistent) oder text- und formularbezogen (z.B. Rechtsanwälte, intensive Nutzer)
  • vgl. netzgestützte Diagnose in Kanada (Echtzeitübertragung) -> hat was mit der Größe des Landes zu tun (statt Flug); ein eigener Berufszweig in kanadischen Nursing Stations: „Community Telehealth Coordinator“; Staat spart Geld, Vorteil für Patienten: werden z.B. von jemanden aus der eigenen Sprachcommunity betreut
  • vgl. Vorbereitung durch ‚Telekulturen‘, Distance Learning etc. in GROSSEN, dünn besiedelten Ländern wie Kanada, Australien
  • Law Enforcement: in der lokalen Polizeitstation werden Aussagen zu Protokoll gegeben und mit den gleichen Geräten übertragen wie beim Telehealth Check (wiederum Kostenfaktor); gibt da aber auch andere Gesprächsmanipulationsmöglichkeiten, wenn jemand die Technologie besser beherrscht als der andere (teilweise Verschiebung der üblichen Machtverhältnisse, das die in abgelegenen Regionen lebenden First Nations mit der Technologie gut umgehen können
  • Steve Cisler: Warum verwenden Leute etwas nicht? (siehe Artikel Zeitschrift „Culture of Survival“) – siehe auch Nachruf
2 Kommentare leave one →
  1. 28. Mai 2008 8:06 am

    Hey Jana
    unglaublich effizient! Ich glaube wir müssen Dich zur offiziellen Protokollführerin ernennen! Das hat uns noch gefehlt!

  2. 28. Mai 2008 8:12 am

    🙂

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