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Es ist passiert! Die Blogger-Interpellation

22. Mai 2008

Da schrieb ich vor einiger Zeit noch:

Ich selbst würde mir das Label ‘Blogger’ gar nicht geben, trotz (Statistik!) ca. 600 Posts und 230,00 Bloghits in knapp zwei Jahren. So what makes a blogger a blogger, aside from the act of blogging? Interpellation, vermutlich. Vielleicht ändert sich meine Selbstwahrnehmung dann bald – jetzt, da ich (experimentell motiviert) nicht mehr anonym blogge. Let’s see.

Und nachdem ich grad ’ne Email bekommen habe (schade, dass die Rückmeldungen alle nicht als Kommentar kommen, sonst könnte man da _zusammen_ weiter diskutieren) von jemanden, der mein FFK-Post als Ausdruck übersteigerten Mitteilungsbedürfnisses wahrgenommen hat, ist es nun genauso gekommen, wie antizipiert: In Reaktion habe ich mich als Bloggerin iteriert, auch noch als eine mit Mission in der Wissenschaft:-P Ich ertappte mich also dabei, Bloggen mit folgenden Worten zu rechtfertigen (Typos lass ich drin -> Authentizität! Tippfehler sind die Handkamera des Texts!):

Ja, da gibt es sicher derzeit allgemein im Publikationswesen etliche Verschiebungen, und erfreulicherweise wird sich auch die Wissenschaft nicht davor hüten können – Bloggen hat sich schon in vielen Fällen als gutes Instrument zum Befördern der Transparenz erwiesen. Bloggen unterscheidet sich freilich von Journalismus durch die unmittelbare Beteiligung von Bloggern an dem jeweiligen Geschehen – dabei wird immer wieder versucht, Blogger als eine neue Art Exhibitionisten darzustellen, dadurch den Wert oder die Berechtigung ihrer Aussage zu schmälern.
[…] und ja, ich glaube, dass Wissenschaft durch solche Mechanismen wie Bloggen nur besser werden kann. Und in ein paar Jahren haben sich die Exhibitionismus-Vorwürfe dann eh erledigt – dann handeln alle so transparent und anchvollziehbar, dass keiner (oder nur wenige, verbissene;-) einem noch was nachweisen könnte. Nenn es Kontrollgesellschaft oder nenn es kategorischer Imperativ des Web 2.0 – das wird auch noch ne spannende Diskussion.

Ich schätze, jetzt sollte ich aber doch zum Blogtail#4 gehen – allerdings habe ich ja immer noch den Termin-Clash. Und/oder mich den Hard Bloggin‘ Scientists anschließen. Auch noch so ein Diskussionsthema: Wie ist das, wenn das andere Privatheit/Öffentlichkeit-Empfinden von Bloggern mit dem von anderen zusammen stößt?

Aber bevor es Missverständnisse gibt, weil ich mich kaum auf die guten Seiten des FFK konzentriert habe: Die Organisation vor Ort war erstklassig, und dass es ein so offenes Forum gibt wie das FFK ist GOLD wert. Schön wär halt, wenn sich die Offenheit bis zum Schluss durchziehen würde.

So, genug davon. Jetzt lieber ein paar Runden um den Augarten laufen und später den Meinigen zum Flashmob einpacken! Vorher aber noch die Rubrik ‚Metabloggen‘ einrichten.

4 Kommentare leave one →
  1. 22. Mai 2008 10:29 am

    wohnst du auch im zweiten? ansonsten: sehr schöner text. Und, was fühlt sich nun besser an: anonym oder mit brief und siegel?🙂

  2. 22. Mai 2008 11:26 am

    im neunten – andere seite vom augarten:-)

    besser fühlt sich auf jeden fall mit brief und siegel an – bin noch nicht ganz ausbalanciert was z.b. exhibitionismusvorwürfe angeht, glaube aber, dass solche vorwürfe ganz klassisch sind und fließend übergehen zu versuchen, die freie meinungsäußerung zu unterbinden.

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