Gesucht: Jugendliche für Gespräche mit den Spitzenkandidatinnen

13. September 2008

Nicole Pesendorfer, die ich aus dem NEWS-Lehrredaktions-Bootcamp kenne und deren politische Intelligenz ich ausgesprochen schätze, setzt dieselbe jetzt im Dienste der Bundesjugendvertretung ein. Die BJV macht u.a. grauslich.at und werden die Spitzenkandidatinnen in zwei Wochen aufs Korn nehmen. Weitere Jugendliche können sich gerne beteiligen – da ich tatsächlich nicht einen Menschen unter 18 und über 6 in Österreich kenne, leite ich Nicoles Info hiermit weiter:

Ausgequetscht! Du bei den SpitzenkandidatInnen zur Wahl 08

Die Nationalratswahlen stehen ins Haus – und das erstmals auch für Jugendliche ab 16 Jahren. Die Bundesjugendvertretung (www.jugendvertretung.at) ermöglicht dir, direkt mit den Spitzen der wahlwerbenden Parteien in Kontakt zu treten: “ausgequetscht” heißen die Gespräche, bei denen du in die Rolle der JournalistInnen schlüpfst und den PolitikerInnen von Angesicht zu Angesicht jene Fragen stellst, die du schon immer beantwortet haben wolltest. Es wird Interviews mit den KandidatInnen von SPÖ, ÖVP, Grünen, FPÖ und BZÖ geben. Die
Gespräche werden aufgezeichnet und gekürzt auf unserer Website, derstandard.at sowie auf Youtube zu sehen sein.

Wen wir suchen:

Jugendliche von 16 bis 20, die gerne kritische Fragen stellen und direkt mit den Spitzen der Parteien in Kontakt treten möchten.

Was wir wollen:
Sende uns 3 Fragen, die du den Spitzenkandidaten stellen möchtest. Schreib uns auch, welchen Kandidaten du am liebsten treffen möchtest.

Sende deine Fragen an office@jugendvertretung.at. Alle Infos unter www.jugendvertretung.at
Bericht auf http://derstandard.at/?url=/?id=1219938670543

In diesem Sinne: Squeeze it!


Wer will SPÖ-Visitenkarten?

27. August 2008

Da hab ich doch gelacht! Am Montag verschenkte die SPÖ-Jugend vorm Apollokino Mannerschnitten (als Giveaway die nächstbeste und günstigere Alternative zu Freibier, jedenfalls bei der Liebe, die Mannerschnitten in Ö entgegengebracht wird)*. Darauf zu sehen: Das Konterfei von Laura Rudas neben folgendem gestelzten Text:

Ich ersuche Sie, am 28. September 2008 der SPÖ und Werner Faymann Ihr Vertrauen und Ihre Stimme zu geben.

Senden Sie eine Email an ### oder eine SMS an ### und erhalten Sie so mehr Informationen zu unseren Ideen.

Bitte teilen Sie und Ihre persönlichen Daten wie Adresse, E-Mail, Tel. oder Handynummer mit. Als Dank für Ihre Mühe erhalten Sie 25 Visitenkarten mit Ihrem Namen und Ihren Daten per Post zugeschickt.

Und das ist wiederum eine beknackte Idee – wer will denn SPÖ-Visitenkarten haben bzw. Visitenkarten von irgendeiner Partei, es sei dann man ist Politiker? Freilich ist das ganze schön nach der alten CRM-Regel gedacht, dass die Konsumentin stets das Gefühl haben soll, dass man ihre Adresse nur erfragt, um ihr z.B. die tollen Preise aus dem Gewinnspiel (a.k.a. den Dreck aus dem Giveaway-Katalog) zukommen zu lassen. Man kann sich die Szenen in der SPÖ-PR-Zentrale lebhaft vorstellen: “Mach mer Visitenkarten, weil wann aner a Visitenkarten habn will, gibt er glei alles an: Name, Adresse, Telefon, Email, Homepage… a suprige Idee is des, suprig!”.

Ich drück’ den aktuellen SPÖ-Praktikantinnen die Daumen, dass die Visitenkarten von einer Druckerei hergestellt werden – 25 Stück klingt aber fast schon nach Handarbeit!

Anschauen kann man sich die SPÖ-Mannerschnitte auf 12seconds.tv

*: In Deutschland liebt man Mannerschnitten auch, aber logischerweise ist das frei von Nationalstolz und man frisst auch genau so gerne die Plagiate von Aldi.

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Walplakat – Vote Failwhale!

10. Juli 2008

Die Grünen nutzen das Netz um ein Wahlplakat zu finden – die (eigenen) Vorschläge sind eher grausig (vor allem das entweder Grüne oder Chaos-Plakat, irgendwie mag ich es nicht, wenn die Farben der Anarchie verunglimpft werden). Ein Walplakat hatten die deutschen Grünen tatsächlich schon mal um 1990 – hier eine zeitgemäße Reinterpretation, aber dann doch parteienunspezifisch:

Wählt den Aufschwung!

Wählt den Aufschwung!

Siehe dazu auch Karlis Post Wahl08: Brauchen die Grünen ein Wahlplakat? Karli meint übrigens, der Witz ist ein Insider – darum hier Erklärungen zum Failwhale vom Failwhale Club und Wikipedia.