Gigapanning, oder: So nah wolltet ihr mir nie kommen (oder: schau mir in die Nüstern, etc.)

Und auf einmal weiß man nicht mehr, wer wem auf die Pelle rückt – der Fotograf der Fotografierten oder die Fotografierte den BetrachterInnen. Was hier oben zu sehen ist, ist ein kleiner Ausschnitt aus einem Gigapan, das der US-amerikanische Künstler/Forscher Rich Gibson heute von mir im Museumsquartier angefertigt hat: bis zu 500 Megapixel-Fotografie, online gestellt unter gigapan.org, wo man tief hineinzoomen kann in Fell, Haut, Skylines, Landschaften und so die Landschaftsqualitäten auch in den Fältelungen der Haut entdecken kann.
Das Geheimnis des von Carnegie Mellon, NASA u.a. entwickelten Gigapan-Systems liegt in der Kombination aus Kamera und einem für pans ((Kamera-)Schwenk) optimierten Stativ: Statt einem werden viele einzelne Bilder gemacht, die anschließend in verblüffender Geschwindigkeit zusammengeheftet werden. Gigapanning ist dennoch Handarbeit – wer in meine Porträts (1, 2) hineinzoomt, wird sehen, dass einzelne Platten nicht scharf sind (mein sich begeistert in die Reflektorhülle vergrabendes Kleinkind mahnte zu Eile und hat meine Stillhalteversuche unterminiert;-) – zum Vergleich hier auch noch das Portät von Günther Friesinger, aus ca. 70 Einzelteilen zusammengesetzt – das geht wirklich tief rein).
Wer sich für Rich Gibsons Arbeit interessiert, sich fotografieren lassen möchte (es kostet den Aufwand, sich bei ihm zu melden und zum MQ zu kommen), der findet ihn hier (am 24.11. ab 9:30 Uhr den ganzen Tag; danach vorher nachfrage, ob es da ist, und schließlich noch bis zum 8. Dezember hier in Wien):
Rich Gibson auf Facebook
Richs Arbeiten bei Gigapan.org
Richs Website

Also für diese Zoomstufe reicht eine (geschätzt) 15 Megapixel-Aufnahme, da brauchts nicht sehr viel Technik dahinter
Eher ein Megapan, als ein Gigapan.
Keine Frage – bis zu 500 Megapixel bezog sich auf das, was unter http://gigapan.org zu finden ist.