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4Chan-Vortrag im Tanzquartier

22. Januar 2010

Also: Von heute bis Sonntag findet im Tanzquartier die Tagung “Inszenierung von ‘Weiblichkeit’. Zur Konstruktion von Körperbildern in der Kunst” im Rahmen derselben ich einen Vortrag zu 4chan beitrage. Titel: “Black sweet lolita is bitter loli”. Ephemere Bilderpraktiken im Imageboard 4chan.

Mein Vortrag ist zu einer eher (un-)christlichen Zeit angesetzt: Sonntag, 24.1., 10:00-10:30 Uhr. Ich werde ihn wohl aufnehmen, und wenn ich mich abschließend nicht zu sehr geniere (sehr gut möglich, dass ich das tue:) auch hier zur Verfügung stellen.

Es ist schon halb vier, um fünf beginnt es und ich muss schnell hinübereilen – deswegen hier der kurze Abstract, der noch nicht sehr in die Tiefe geht:

“The repertoire requires presence: people participate in the production and reproduction of knowledge by “being there,” being a part of the transmission. As opposed to the supposedly “stable” objects in the archive, the actions that are the repertoire do not remain the same. The repertoire both keeps and transforms choreographies of meaning.” (Diana Taylor, The Archive and the Repertoire, 2003:20.) 4chan.org ist ein englischsprachiges Bilderforum (image board), auf dem User vorwiegend anoym Bilder austauschen und kommentieren. Nur was kommentiert und referenziert und somit in der Timeline des Forums wieder aktualisiert wird, hat Chancen, länger als wenige Minuten auf 4chan zu bestehen. Kommentiert niemand, wird das Bild nebst Kommentar bald gelöscht. Neben themenorientierten Unterforen wie ‘Weapons’, ‘Papercraft & Origami’ und ‘Sexy Beautiful Women’ können in ‘Request’ Bilderwünsche gestellt werden oder in
‘Random’ weitgehend regelfrei Bilder verhandelt werden – jenseits von Copyrightfragen, da die Inhalte in der Regel wieder verschwinden, bevor Urheber davon erfahren könnten. Der Vortrag diskutiert eine Auswahl zu beobachtender Bilderpraktiken, ausgehend vom Vorschlag der Müncher Theaterwissenschafterin Meike Wagner, Diana Taylors Konzept des ‘repertoire’ als eine dem Archiv entgegen gestellte Körper-Praxis, die Wissen in einer Präsenz-Situation verhandelt, auch auf Online-Szenarien anzuwenden.

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