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Die Digiom Tweet-Jahres-Charts 2009

6. Januar 2010

Fast zu spät, um auf den Zug noch aufzuspringen: eine weitere Hitliste, die die Welt nicht braucht – meine Tweets des Jahres 2009! Natürlich hatte ich nie vor eine solche Liste anzulegen, bestimmt gab es Tweets, die mich noch mehr berührten. Da ich als Social-Media-Nutzerin aber die Aufmerksamkeitsspanne einer Katze habe, blieb nur erhalten, was auch von mir gefaved wurde, featuring myself, @hrheingold & @jurijmlotman, @stormgrass, @mathiaz, @dnlplus, @luca & @edei & @pmjordan & @kratochvil, @leyrer, @hedu, @pascal und @pingo2000.

Immerhin Erkenntnisse über mein Fave-Verhalten – ich fave weniger Poetisches und mehr Informatives, dabei viel weniger Frauen als Männer (Zusammenhang? Ich folge jedenfalls auch mehr Männern als Frauen). Da Links zu den Nachrichten vom letzten Jahr aber wirklich nicht so spannend sind, sind diese Infotweets dennoch kaum in meiner Liste vertreten. Stattdessen: Kommentare zum Leben in und mit Social Media, passend (endlich mal wieder:) zum Titel dieses Blogs. Los geht’s:


Platz Eins! Wie narzisstisch – gleich ein Tweet von mir. Da dies aber meine Charts sind, kann ich da ja reinschreiben, was mir wichtig ist: und dazu gehört, mich immer wieder daran zu erinnern, dass es sich nicht lohnt, auf Twitter in hitzige Debatten zu geraten, denn:


Platz Zwei! Eine Tweet-Combo, die in dieser Reihenfolge gefaved wurde. Thema: Eh man sich’s versieht, ist man auch schon drin, im Social-Media-Teufelskreis, aus dem wir nur mit einem Getting-Things-Done-Alert wieder rauskommen.


Platz Drei! Weil wir uns auf Twitter verlassen. Wenn was passiert, dann auch da. Es gilt, was 2008 wahr war: “If the news is that important, it will find me.”


Platz Vier! Weil viele der Dinge, die auf Twitter passieren, gar nicht so weltbewegend erscheinen, aber doch unser Leben erfüllen. Mit Kuriosa, mit Schadenfreude, mit sozialem Wissen. Pro Wurschtsemmel-Tweet!


Platz Fünf! Weil Poesie und Sprachspiele längst nicht mehr nur menschliches Metier sind, sondern Geräte längst zu Co-Akteuren geworden sind. Was wäre die Welt ohne Caps Lock-Taste? Es gäbe keinen Caps-Lock Day – auch nächstes Jahr wieder am 22. Oktober (und am 2. November ist Yip Yip Day).


Platz Sechs! Stößt ins selbe Horn – ach, Hashtag-Lyrik! Für manche sind Hashtags Hasstags – Platz sechs daher featurend in Hauptrolle den Anti-Bobo. Wie wir wissen: Wer sich über Bobos lustig macht, ist selbst schon immer einer gewesen. Für Nicht- ÖsterreicherInnen: Bobo = Bourgeois Bohemien. Sowas wie in D die Generation Umhängetasche.


P.S. Das war übrigens die frühe Tweetshirt.me-Zeit – einer davon hat’s auf’s Leiberl geschafft (jö, mein eigener).


Platz Sieben! Erinnert uns an die vielen Varianten der Social Media-Beulenpest, mit der wir mittlerweile leben müssen. Von Mafia bis Spy Wars bis Farmville bis Doodle Jump und – hehe – Formspring-Antwortweiterleitungen. Informationsdiätetik im sozialen Raum – eine schwere Kunst!


Platz Acht! Eigentlich hatte ich nach diesem Tweet meine eigene Handy-Testaktion machen wollen: “Immobile Blogger – Leben mit einem Nokia-Knochen im Zeitalter der Smartphones”. Altes Handy wäre da gewesen, bin aber dann doch nicht zur Ausschreibung gekommen. Ich habe selbst gesündigt, habe gelobt, es nie wieder zu tun (ok, wenn ein Apple Tablet anklopfen sollte, wäre das was anderes) und lese selbst aber keine Handytestartikel mehr. Und ihr?


Platz Neun! Dies war das Jahr, in dem Michael Jackson starb – auf Twitter zuerst, wie wir uns erinnern. EIn Tweet-Tsunami mit angeahnten Folgen – etwa solchen für TwitterforscherInnen. Social Media ist eben ein Ökosystem – Naturkatastrophen nur schwer voraussehbar!


Platz Zehn! Igitt, schon wieder ein Tweet von mir – nee, stimmt nicht, sondern ein geklautes Stück Social Media Poetry, das ich gerne bewahren wollte, gefunden auf dem Facebook-Status von @pingo2000, zu schön, um nur seinen FreundInnen vorbehalten zu bleiben und zu schön komponiert, um die 138 Zeichen durch RT-Einfügungen zu zerbechen. Oops – war das jetzt Intellectual Property Infringement?


P.S. Anlass war, wenn ich mich recht entsinne, dass Pingo aufhörte zu rauchen. Schön.


Das war’s, viel Spaß noch im Social Web und: Faven nicht vergessen!

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